Bei der Feier in der Stadthalle wurde deutlich, man kennt und schätzt Jürgen Tränkler und unterstützt ihn. Sei es die Kommune als Schulträger, wie Bürgermeister Walter Hengstler betonte, das Lehrerkollegium, das Schulamt wie Schulamtsdirektor Karlheinz Deußen unterstrich, oder der Elternbeirat, was der Vorsitzende Holger Stoffler erwähnte. "Tränkler kam 1989 an die Geisinger Schule und gehört schon fast zum Inventar", betonte Deußen. Der Feier wohnten auch fast alle ehemaligen Kollegen Tränklers bei, genau wie der Elternbeirat oder die Vertreter der Schulen von Kirchen-Hausen, Leipferdingen, aus Immendingen kam Bürgermeister Markus Hugger. Tränkler habe, so Deußen, an einer Fortbildung mit dem Thema „Abenteuer macht Schule – Schule macht Abenteuer“ teilgenommen, was Deußen mit der Amtseinsetzung verknüpfte. Man müsse Abenteurer sein, wenn man sich um eine solche Stelle bewerbe. Ein guter Schulleiter gestalte und entwickele die Schule gemeinsam mit den Kollegen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Kritik übte Bürgermeister Hengstler an der Bildungspolitik, die leider von Ideologen geprägt war und auch zum Abenteuer für die Pädagogen werde. Tränkler übernehme das Amt unter schwierigen Bedingungen. Hengstler hofft, dass man durch die eingereichte Klage gegen die Aufhebung der Werkrealschule Zeit gewinne. "Vielleicht besteht noch die Chance wieder eine fünfte Klasse zu erhalten, Jürgen Tränkler hat viele neue Ansätze, was Hoffnung macht", sagte Hengstler. Die Stadt habe auch die Diskussionen um eine gemeinsame Schulleitung aller drei Schulen der Region Geisingen angestoßen, was zeitnah beraten werden müsse. Hengstler überreichte Tränkler einen Gutschein für einen Reisschlag, worüber er sich sehr freute.

Eindrucksvoll schilderte das Kollegium den neuen Rektor und dessen viele Hobbys, untermalt mit Aktionen der Schüler, die zudem mit einem Lied auftraten. Mit dabei war auch die Bläserklasse unter der Leitung von Rudolf Barth.

"Es ist wichtig, dass der Schulleiter nun in Amt und Würden und nicht nur in Arbeit ist", sagte Stoffler. "Wir haben einen neuen Kapitän und können die Segel auch gegen den Wind setzen, mit etwas mehr Mannschaft wäre es noch besser", sagte Stoffler an die Adresse des Vertreters des Schulamtes gerichtet. Er überreichte Tränkler zusammen mit der Vertreterin des Fördervereins, Christine Dorn, eine Schultüte. Aus Tränklers Rede ging deutlich hervor für, was er steht: „Meine Schule, ich bin mit Herzblut Geisinger, obwohl ich in Oberbaldingen wohne, und ich bin allen dankbar für die breite Unterstützung und auch das Zugeständnis, ich bin Abenteurer."