Die Gutmadinger können Feste feiern, und das tun sie gemeinsam. So wie schon mehrfach auch in diesem Jahr praktiziert, war es beim weltlichen Teil des Gutmadinger Kirchenfestes. Das Bruderschaftsfest Maria Trost, so die kirchliche Bezeichnung, oder auch Berrefäscht, wie die „weltliche“ Bezeichnung lautet.

Berrefäscht

Der Begriff „Berre“ kommt von Birnen, weil in früheren Jahrzehnten die Obstbauern vom Bodensee beim Kirchenfest mit einem Stand vertreten waren, und unter anderem auch Birnen zum Kauf anboten. Auf der Baar gab es nur wenige Sorten Birnen, die um diese Zeit schon genießbar waren.

Sonntagsbraten gemeinsam essen

Rummelplatz, Sonntagsbraten mit Verwandten, Unterhaltung. Das zeichnete die Kirchenfeste vor einigen Jahrzehnten aus. Verwandtschaftsbesuch ist heute nicht mehr in dem Umfang gegeben, und Birnen gibt es überall. Beim Kirchenfest, das ja ein besonderes war, weil vor 300 Jahren die Bruderschaft gegründet worden war, war von den früheren Bräuchen so einiges wieder vorhanden. Den Sonntagsbraten mit Verwandten gab es im Gemeinschaftshaus, dort wirtete das Pfarrgemeindeteam, die Ministranten sowie viele Helfer von Vereinen, und die beiden Musikvereine übernahmen den Unterhaltungsbereich für die Erwachsenen.

Kettenkarussell und Glücksrad

Für die Kinder gab es ein Kettenkarussell sowie ein Glücksrad, das kräftig gedreht wurde, aber auch noch andere Angebote, für die sich die Ministranten einiges einfallen ließen. Der Vorsitzende des Gesamtpfarrgemeinderates sowie des Gutmadinger Pfarrgemeindeteams, Gerhard Glunk, dankte allen, die an den Vorbereitungen und der Durchführung des Festes mitgewirkt haben. Auch den zwei Kanonieren aus Aulfingen, die mit drei Salutschüssen nach der Kirche den weltlichen Teil eröffneten.

Dank für die Festpredigt

Glunk dankte auch Weihbischof Rainer Klug für die Festpredigt, und dem Heimatverein, allen voran Emil Kramer, für das Erforschen der Geschichte von Gutmadingen und der Kirche. Eine Kurzfassung der Geschichte der Bruderschaft wurde als Flyer verteilt.

Dekoration mit Birnen

Die Dekoration bestand unter anderem auch aus Birnen, die aber so sauer waren, dass sie niemand verzehrte, dafür war, wie in früheren Jahrzehnten, ein Birnenstand im Gemeinschaftshaus: der Obstbaubetrieb von Martin Aichem aus Radolfzell bot die genießbaren Birnen vom Bodensee an.

Ortsvorsteher Norbert Weber gratulierte dem Kirchenchor

Ortsvorsteher Norbert Weber gratulierte auch dem Kirchenchor anlässlich dessen 275-jährigen Bestehens, es ist der älteste Verein der Raumschaft Geisingen. Weber stellte Gutmadingen den Gästen vor und dankte in diesem Zusammenhang auch dem Pfarrgemeindeteam sowie den Spendern für den Einsatz für die Pfarrkirche, die derzeit saniert wird. Er überreichte Weihbischof Rainer Klug eine Geisinger Chronik.