Die Gutmadinger feierten traditionell ihr Kirchenfest Maria Trost. Dieses Jahr war das Fest ein besonderes. Vor 300 Jahren wurde die Gürtelbruderschaft Maria vom Trost gegründet. 1718 gründete sie Pfarrer Andreas Metzger mit Genehmigung der Kirchenobrigkeit als Gürtelbruderschaft des heiligen Augustinus und der heiligen Monika. Grund für ein besonderes Kirchenfest.

Dazu konnte Weihbischof Rainer Klug als Festprediger und Zelebrant gewonnen werden. Gleichzeitig feierte der Kirchenchor sein 275jähriges Bestehen, was bei der Mitgestaltung des Chor beim Festgottesdienst eindrucksvoll zum Ausdruck kam. Weihbischof Rainer Klug betonte in seiner Predigt, dass sowohl 300 Jahre Bruderschaft wie auch 275 Jahre Kirchenchor ein Zeichen der Hoffnung und des Glaubens seien.

Er versuche sich in die Zeit der Gründung zurückzusetzen, ein Menschenalter nach dem Dreißigjährigen Krieg. Viele Dörfer waren zerstört, die Menschen suchten Trost und Schutz in der Gemeinschaft des Gebets und stellen sich unter den Schutz Marias. Es entwickelte sich eine Wallfahrt mit großem Engagement. Doch es gab auch andere Zeiten mit dem Niedergang der Wallfahrt und dem schlechten Zustand der Kapelle, weshalb sie dem Bericht einer Visitation zufolge sogar abgebrochen werden sollte.

Aber es gab viele Menschen, die sich für die Kapelle eingesetzten. Die Bruderschaft und die Kapelle seien ein Teil innerster Dorfgeschichte, so Klug, der auch aus dem Flyer zitierte, den das Pfarrgemeindeteam herausgebracht hatte. Die Bruderschaften hatte auch zum Ziel, für Menschen zu beten, und sie auf dem letzten Weg zu begleiten, es gebe Menschen, für die niemand bete.

Vielleicht, so der Bischof, besteht die Möglichkeit, dass man sich mit Vertretern anderer Bruderschaften einmal trifft uns austauscht. Er übermittelte auch die Grüße von Erzbischof Stephan Burger der derzeit in Rom weile, aber wisse, was in Gutmadingen gefeiert werde.

Weihbischof Klug ermunterte zum Gebet und dazu, auch die Kinder in die Kapelle zu führen und ihnen die Bedeutung zu erklären. Es war ihm auch ein Anliegen, nach seiner Predigt die Kinder die dem Gottesdienst beiwohnten, zu segnen, ehe die Gottesdienstbesucher, angeführt vom Musikverein Harmonie Gutmadingen, der auch den Gottesdienst umrahmte, mit einer Prozession durch die Straßen zur Kapelle zogen, wo Bischof Klug den Schlusssegen spendete. Danach ging es zum weltlichen Fest in das Gemeinschaftshaus.