Siebeneinhalb Monate nachdem die ersten Bagger auf dem Espen, dem Freizeitgelände Danuterra, anrückten, werden sie bald wieder ihre Baustelle verlassen. Noch sind einige Restarbeiten erforderlich, die sich noch ein paar Tage hinziehen, für die Anlieger und Geisinger ist aber eines wichtig: Der große Durchlass ist wieder offen. Die direkte Wegverbindung zwischen dem Wohngebiet und dem Freizeitgelände ist wieder offen und befahrbar.

Am Dienstag wurde die Verbindung wieder freigegeben, wozu Bürgermeister Martin Numberger, die Bahn und die Baufirma Schleith die Öffentlichkeit, und vor allem die Anlieger, eingeladen haben. Denn sie waren es vor allem, die durch den Baulärm, besonders beim Abbruch der alten Bahnbrücke, sehr beeinträchtigt waren. Numberger erinnerte daran, dass seit April die Firma Schleith an der Arbeit war. „Vom Angebot der Bahn, während der lärmintensiven Phase den Anliegern Ersatzübernachtungsmöglichkeiten anzubieten, wurde kein Gebrauch gemacht“, so Numberger. Offensichtlich war die Baustelle so interessant, dass niemand von diesem Angebot Gebrauch machte. Die Anlieger haben neben Lärm auch manche andere Beeinträchtigungen toleriert. „Und wenn manche Geisinger meinen, es sieht halt nicht mehr so aus wie früher – das ist halt immer so bei Bauarbeiten“, betonte Numberger. Es gebe wohl auch manche Erinnerungen von Geisingern an die alte Brücke. „Wir sind froh, dass die Maßnahme so gut funktioniert hat und nunmehr eine neue und helle Brücke mit Zufahrt übergeben werden kann“, unterstrich der Bürgermeister.

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Einen besonderen Dank richtete Numberger an die Anlieger, die der Einladung zu diesem offiziellen Akt gerne nachgekommen sind, für ihr Verständnis. Bürgermeister Numberger dankte allen am Bau beteiligten Firmen und Personen, wie Bahnmitarbeiter, der Belegschaft der Firma Schleith, dem Bauhofteam oder dem Ingenieurbüro Kühnle.

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Anja Busam von der DB Netze AG erinnerte an die erste Planung für das wie sie sagte „abgängige“ Bauwerk. „Mitte 2016 wurde mit den Planungen begonnen, es folgten dann Abstimmungen mit der Stadt Geisingen sowie der Arena, im Gemeinderat wurde das Projekt dann im April 2018 vorgestellt“, sagte Busam. Der Auftrag wurde im Herbst letzten Jahres an die Firma Schleith GmbH erteilt, die dann im April mit den ersten Arbeiten begann. Das Baufeld wurde freigeräumt und danach wurde mit der Herstellung des neuen Brückenbauwerkes begonnen, das dann Ende August an die neue Stelle verschoben wurde. Insgesamt wurden 2,8 Millionen Euro investiert, davon reine Baukosten 2,3 Millionen. Anja Busam dankte den Anliegern für ihr Verständnis für die Maßnahme. „Der Verschub war ja eine sehr interessante Maßnahme“, erinnerte sie. Bei der Maßnahme musste Rücksicht auf zahlreiche Ver- und Entsorgungsleitungen genommen werden, was bei der Anzahl der beteiligten Unternehmen nicht einfach war, besonders mit der Telekom.

Im Gemeinderat wurde die Maßnahme im April 2018 vorgestellt, die Forderung anstelle einer Ausführung mit Sichtbeton die Brücke mit Granit zu verblenden, wurde umgesetzt. Während einer Woche wurde der komplette Bahnverkehr auf der Strecke wie auch der Bahnübergang voll gesperrt, der ebenfalls saniert wurde.