Eine wirtschaftlich erfolgreiche Bilanz konnte der Zweckverband Pflegeheim Haus Wartenberg bei der Verbandsversammlung ziehen: Im letzten Jahr konnte ein Überschuß von rund 818 000 Euro erwirtschaftet werden, der der Kapitalrücklage zugeführt wird, um damit anstehende Investitionen zu finanzieren. Für 2017 wird ein Überschuss von 225 800 Euro erwartet.

Der Zweckverband Pflegeheim Haus Wartenberg mit Sitz in Geisingen betreibt die Pflegeeinrichtung in Geisingen sowie in Blumberg. Die Verbandsversammlung konnte ein zufriedenstellendes Rechnungsergebnis 2015 feststellen und beschließen, verabschiedete aber auch die Haushaltssatzung und den Wirtschaftsplan für 2017.

  • Wirtschaftsplan: Der Wirtschaftsplan hat ein beachtliches Volumen von rund 17,5 Millionen Euro. 77 Prozent dieser Aufwendungen sind Personalkosten, bei Pflegeeinrichtungen eine übliche Größenordnung. Die Pflegestärkungsgesetze II und III beinhalten künftig fünf Pflegegrade statt bisher drei Pflegestufen, was sich gerade im Bereich der bisherigen Pflegestufe III, also für Schwerstpflegebedürftige, finanziell negativ für die Einrichtung bemerkbar machen kann. Man werde, so Geschäftsführer Boris Schmid und Heimleiter Bernd Häßler, die Entwicklung kritisch beobachten. Die Einrichtung in Geisingen hat noch die Besonderheit mit dem Haus Baar II, in dem jüngere schwerstpflegebedürftige Erwachsene betreut und gepflegt werden. Dem Zweckverband sind verschiedene Bereiche angegliedert, sie werden haushaltstechnisch gesondert aufgeführt.
    Dies sind der Bereich Heimfriedhof, das Blumberger Haus Eichberg oder die Altenpflegeschule. "Wie sich die Einzelzimmervorgabe für das Heim auswirkt, ist noch offen", betonte Bernd Häßler, im Januar finden mit der Heimaufsicht entsprechende Gespräche statt. Der Verbandsvorsitzende Landrat Sven Hinterseh dankte bei der Zweckverbandsversammlung den Beschäftigten des Zweckverbandes für ihre Tätigkeit zum Wohle der Heimbewohner.
  • Personal: Beschäftigt sind im Pflegeheim in Geisingen über 300 Mitarbeiter, davon sind 60 Altenpflegeschüler. Die meisten haben einen Ausbildungsvertrag mit dem Zweckverband, der Rest mit anderen Pflegeeinrichtungen, stationär oder ambulant und wird an der Altenpflegeschule nur unterrichtet. "Frei werdende Stellen können teilweise nur schwer besetzt werden", wie Direktor Bernd Häßler betonte, deshalb ist die Altenpflegeschule für die Nachwuchsgewinnung wichtig. In Blumberg sind 43 Mitarbeiter beschäftigt.
  • Belegung: Die 330 Pflegeplätze in Geisingen waren zu 97,2 Prozent im Jahr 2015 ausgelastet (ein durchschnittlicher Wert der letzten Jahre). Während des vergangenen Jahres wurden in Geisingen 65 neue Bewohner stationär aufgenommen, außerdem 84 in Kurzzeitpflege. In Blumberg (48 Betten) lag die Belegung bei 95 Prozent, hier wurden 21 Personen neu stationär aufgenommen, außerdem fanden 37 Personen eine Kurzzeitpflege.
  • Kosten für die Unterbringung: Die Kosten richten sich nach den jeweiligen Pflegegraden und setzen sich aus dem Entgelt für Unterbringung in Höhe von 14,36, dem Entgelt der Verpflegung mit 11,28 und der Investitionskostenabgeltung mit 11,84 Euro pro Tag zusammen. Diese Sätze sind bei allen Pflegegraden gleich, unterschiedlich ist dann die Pflegevergütung, die sich zwischen 38,75 und 89,96 Euro zusammensetzt, was dann einen Gesamttagessatz zwischen 76,23 und 127,44 Euro ergibt. Bei den jüngeren schwerstpflegebedürftigen Erwachsenen liegen die Pflegesätze zwischen 93,1 und 149,68 Euro.

Zweckverband

Der Zweckverband Pflegeheim Haus Wartenberg wird getragen vom Schwarzwald-Baar-Kreis, dem Landkreis Tuttlingen sowie den Städten Villingen-Schwenningen, Donaueschingen, Geisingen und Blumberg. Verbandsvorsitzender ist Landrat Sven Hinterseh, als sein Stellvertreter fungiert Bürgermeister Walter Hengstler aus Geisingen. Die Geschäftsführung obliegt dem Kreiskämmerer des Schwarzwald-Baar-Kreises, Boris Schmid, sowie Bernd Häßler als Verwaltung- und Heimleiter. (ph)