Schon fast zuhause sind die Kinder und Erzieherinnen im Provisorium des Kindergartens am Stadtgraben: Mit Beginn des Kindergartenbetriebes nach den Sommerferien, die ja in diesem Jahr wegen des Umzuges um eine Woche verlängert wurden, stand dann der Umzug in das Schulgebäude II an, das in den letzten Wochen für den provisorischen Kindergartenbetrieb entsprechend umgebaut wurde. Es wurde beispielsweise ein neuer Zugang im Norden des Gebäudes geschaffen und westlich des Schulareals werden derzeit die Spielgeräte für das Außengelände versetzt. Im alten Kindergarten an der Stadtgrabenstraße sind bereits seit einer Woche die Handwerker eingezogen und sind mit Abbrucharbeiten beschäftigt.

Die Froschgruppe des Geisinger Kindergartens Stadtgraben ist im ehemaligen Werkraum des Schulgebäudes II untergebracht, sie haben viel Platz zur Verfügung, die Kinder haben sich schon gut eingelebt.
Die Froschgruppe des Geisinger Kindergartens Stadtgraben ist im ehemaligen Werkraum des Schulgebäudes II untergebracht, sie haben viel Platz zur Verfügung, die Kinder haben sich schon gut eingelebt. | Bild: Paul Haug
  • Umzug: Entgegen den ursprünglichen Planungen, die Umbau- und Sanierungsarbeiten während des laufenden Betriebes auszuführen, wurde nun noch mit einem Aufwand von rund 100 000 Euro das Schulgebäude II als Kindergarten-Provisorium umgebaut. Der Werkraum wurde Gruppenraum, ebenso ein ehemaliger Schulraum. "Während der Werkraum sehr groß ist, der Vorbereitungsraum ist die Holzwerkstatt des Kindergartens, der ja auch Haus der kleinen Forscher ist, ist das Klassenzimmer schon eng", wie Kindergartenleiterin Elke König betont. Aber sie ist dennoch zufrieden, "wir haben uns das schlimmer vorgestellt". Es gibt sogar einige Verbesserungen gegenüber dem bisherigen Betrieb, die Betten müssen nicht immer in einem Gruppenraum auf- und abgebaut werden.
Die Spatzengruppe ist in einem ehemaligen Klassenzimmer, hier ist es schon etwas beengter. Mit dem neuen Kindergartenjahr kommen auch wieder zahlreiche neue Kinder hinzu.
Die Spatzengruppe ist in einem ehemaligen Klassenzimmer, hier ist es schon etwas beengter. Mit dem neuen Kindergartenjahr kommen auch wieder zahlreiche neue Kinder hinzu. | Bild: Paul Haug
  • Problem Küche: Da der Kindergarten eine Ganztagesbetreuung anbietet einschließlich Mittagessen, steht keine Küche für den Kindergarten selbst zur Verfügung. Der Kindergarten und die Kinder nutzen die Schulküche, dort werden sowohl die Essen zubereitet wie auch im Vorraum gegessen. Die Kinder müssen für den Weg angezogen werden, was im Winter oder auch bei Regen schon einiges an Mehraufwand bedeutet. Der Weg ist nicht überdacht. Aber es ist ein Provisorium und dafür muss man auch Kompromisse eingehen, wie seitens des Erzieherteams betont wurde. Während dieser Zeit steht die Küche allein dem Kindergarten zur Verfügung.
Hier ist das Freigelände für den Kindergarten, Mitarbeiter des Bauhofes richten den Platz für das Aufstellen von Spielgeräten her, die in dieser Woche noch aufgestellt werden.
Hier ist das Freigelände für den Kindergarten, Mitarbeiter des Bauhofes richten den Platz für das Aufstellen von Spielgeräten her, die in dieser Woche noch aufgestellt werden. | Bild: Paul Haug
  • Freigelände: Derzeit sind Mitarbeiter des Bauhofes dabei, innerhalb eines neu eingezäunten Geländes westlich des Schulareals einige Spielgeräte vom bisherigen Standort an der Stadtgrabenstraße hierher zu versetzen.
  • Umbau altes Gebäude: In den bisherigen Räumlichkeiten werden die sanitären Anlagen komplett erneuert, die Sanitärräume sind bereits entkernt, ebenso ist der Anbau abgebrochen, der einem Neubau weichen muss. Erneuert werden auch die kompletten Installationen und die Heizung. Für den Ganztagesbetrieb werden mehr Räumlichkeiten geschaffen, ferner wird eine zusätzliche Krippengruppe eingerichtet. Dafür werden zusätzliche Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss, die bisher noch als Wohnung dienten, zum Kindergartenbetrieb hinzugenommen. Die Umbau- und Sanierungsarbeiten wurden mit einem finanziellen Aufwand von rund 900 000 Euro berechnet. In der Elternversammlung am Donnerstag, 20. September, um 19.30 Uhr können sich auch die Eltern ein Bild vom Provisorium machen, das auf den ersten Blick als solches nicht erkennbar ist.