Der Geisinger Kindergarten Am Stadtgraben zieht bald von seinem provisorischen Domizil in der Schule in seine angestammten Räume zurück, die zwischenzeitlich umfassend saniert, erweitert und modernisiert worden sind.

Die Kosten für die Sanierung, Modernisierung und Erweiterung des Kindergartens Am Stadtgraben betragen rund 1,17 Millionen Euro, wie Architekt Thomas Kreuzer vor einigen Wochen in einer Sitzung des Gemeinderates informierte. Zuschüsse für das Projekt sind rund 84 000 Euro aus der Fachförderung und rund 250 000 Euro aus dem Ausgleichstock geflossen, sodass sich der finanzielle Anteil der Stadt Geisingen auf rund 834 000 Euro beläuft.

Endmontage der Jalousien im sanierten Kindergarten Am Stadtgraben. Günter und Nina Hemens bringen hier die Rollos an.
Endmontage der Jalousien im sanierten Kindergarten Am Stadtgraben. Günter und Nina Hemens bringen hier die Rollos an. | Bild: Paul Haug

Es wäre wohl die einzige Baustelle im weiten Umkreis, bei der in den letzten Tagen keine Hektik herrscht: Seit September letzten Jahres wird am und im Kindergarten Am Stadtgraben fleißig gearbeitet. Nach den Sommerferien 2018 hieß es Kisten packen und ins Schulgebäude II als Provisorium umziehen. Dort wurde das Schulgebäude zum Kindergarten-Provisorium umgebaut und für ein Jahr sollten die Kinder des städtischen Kindergartens Stadtgraben dort eine Bleibe finden. Mit einigen Einschränkungen, das Mittagessen musste im Bauabschnitt III (Schulküche) eingenommen werden. Seither hat die Schule keine Schulküche mehr.

Kindgerecht und modern präsentieren sich die neuen Sanitärräume des Kindergartens im Erdgeschoss.
Kindgerecht und modern präsentieren sich die neuen Sanitärräume des Kindergartens im Erdgeschoss. | Bild: Paul Haug

„Aber wir haben uns dort wohlgefühlt“, wie Kindergartenleiterin Elke König bei den beiden Elternversammlungen in diesem und im letzten Jahr betonte. Nach den Sommerferien sollte der Umzug stattfinden, dann wurde Spätherbst daraus. Bei der Elternversammlung unterstrichen Elke König und das Erzieherteam jedoch, wenn nicht Ende November umgezogen werden könne, dann erst im neuen Jahr. Denn der Kindergarten bereitet sich ja auf Weihnachten und Nikolaus vor, und während des Umzuges bleibt die Einrichtung für eine Woche geschlossen. Und dies ist nun in der nächsten Woche der Fall, vom 25. bis 29. November ist der Kindergarten geschlossen, er zieht an den alten Ort in teilweise neue Räume zurück.

Noch letzte Pinselstriche sind im neuen Anbau erforderlich. Kein Vergleich mit dem alten Anbau, der abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wurde.
Noch letzte Pinselstriche sind im neuen Anbau erforderlich. Kein Vergleich mit dem alten Anbau, der abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wurde. | Bild: Paul Haug

Derzeit herrscht bei der Baustelle emsiges Treiben, ein Lieferwagen nach dem anderen rollt an, man kann fast schon von Lieferwagenstau in der Stadtgraben- und Robert-Knapp-Straße reden. Im Innern des Kindergartens sind die letzten Arbeiten im Gang, dort wird noch der letzte Pinselstrich angebracht, hier die Beschattung und Vorhänge, die letzten Bodenbeläge gelegt, Türen montiert. Viele Kartons mit Geräten müssen noch ausgepackt und montiert werden.

Das war vor über einem Jahr, zum Umzug verpacktes Material im ersten Obergeschoss des alten Kindergartens.
Das war vor über einem Jahr, zum Umzug verpacktes Material im ersten Obergeschoss des alten Kindergartens. | Bild: Paul Haug

Viel Zeit haben alle nicht mehr, denn der Reinigungstrupp ist auch schon unterwegs. Der Kindergartenbetrieb läuft für die Kinder ohne Einschränkungen weiter, lediglich eine Unmenge an Kartons steht herum. Teilweise schon voll mit Material, das derzeit gerade nicht gebraucht wird, einige Erzieherinnen sind dabei, weiteres Material zu verpacken, während der Rest die Kinder wie gewohnt betreut.

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Am kommenden Montag beginnt dann die heiße Phase des Umzuges, das ganze Material wird wieder aufgeladen und transportiert, dann im Stadtgraben wieder ausgepackt und versorgt. Am Montag, 2. Dezember, ist der Kindergartenbetrieb wieder am alten Ort zu finden. „Und dort beginnt dann auch der Betrieb der dritten Gruppe, der Kinderkrippe“, wie Leiterin Elke König berichtet.

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„Einige Möbel haben lange Lieferzeiten und werden erst später angeliefert, aber wir beginnen trotzdem mit dem Betrieb“, versichert Elke König. Das Provisorium im Schulgebäude wird dann zur Krippe umgebaut, dort sollen weitere Krippengruppen untergebracht werden.