Die Geisinger Katholiken feiern das Heilig-Kreuz-Fest am 14. September oder am Sonntag danach. Der Festgottesdienst findet in der Stadtkirche statt, anschließend ist dann eine Prozession zur Heilig-Kreuz-Kirche mit dem Abschlusssegen. Die Heilig-Kreuz-Kirche beherbergt den geschossenen Christus, der aus dem 30-Jährigen Krieg stammt und auf den der Legende nach ein schwedischer Soldat geschossen haben soll. Aus der Schusswunde floss dann Blut. Daraus entwickelte sich eine große Wallfahrt zum geschossenen Christus, die dann auch zum Bau der Heilig-Kreuz-Kirche führte. Diese ist bis heute nicht fertiggebaut, lediglich der Altarraum steht, das fehlende Langhaus wird durch die Bäume angedeutet.

In seiner Predigt erinnert Pfarrer Adolf Buhl daran, dass das Kreuz ein Zeichen der Hoffnung, des Trostes und des Lebens sei. Der Gottesdienst war trotz der Bedeutung für die Geisinger Pfarrei schlecht besucht. Nach dem Gottesdienst fand die Prozession zur Heilig-Kreuz-Kirche statt und mit dem Schlusssegen endete der kirchliche Teil des Kreuzfestes. Seit vielen Jahren lädt der katholische Kirchenchor dann noch zum weltlichen Teil des Festes ins katholische Pfarrheim ein. Die Chormitglieder versorgten die Besucher mit herzhaften Speisen sowie einer großen Auswahl an Kuchen und dem Wetter angepasst, Bauernhofeis. Am Nachmittag bot die Pfarrgemeinde noch Führungen rund um die Stadtkirche an, Bernd Bendschneider und Petra Schmid-Seger informierten im Auftrag der Pfarrgemeinde die Besucher über die Schäden an Fassade, Dach, den Sandsteinarbeiten und Fenstern sowie die anstehenden Baumaßnahmen, die sich noch bis ins nächste Jahr hinziehen werden. Nachdem das Gerüst schon einige Zeit steht, konnten die Schäden genauer festgestellt werden und die einzelnen Ausschreibungen konkreter vorbereitet werden. Sicher ist, dass die Renovierung teurer kommt als geplant, denn die vor einigen Jahren bereits vorhandenen Schäden sind größer geworden, es sind aber auch mehr festgestellt worden, was erst durch die Inaugenscheinnahme mittels Gerüst möglich wurde. Die Sockelverputzarbeiten sind abgeschlossen, vor dem Winter soll noch mit den Natursteinarbeiten begonnen werden und man hofft noch gut die Hälfte dieser Arbeiten in diesem Jahr abschließen zu können.