Bald endet das Schuljahr in den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Es endet auch an der Bläserschule Geisingen, die ebenfalls in die Sommerpause geht. In den letzten Wochen des alten Bläserschuljahres stehen dann die Vorspielabende an, während es in den anderen Schulen Noten gibt. Die gibt es übrigens auch für Mitglieder der Bläserschule, sofern sie dann einen Kurs für das Ablegen von Leistungsabzeichen belegen. Junior und Bronze fand bereits statt, nunmehr stehen noch die Prüfungen für das Abzeichen in Silber am kommenden Wochenende und in Gold Ende Oktober an.

Die letzten Wochen des Bläserschuljahres sind immer ein Anlass, zu Vorspielabenden einzuladen, um Eltern, aber auch Vertretern der Vereine zu demonstrieren, auf welchem Leistungsstand die Jugendlichen sind. Da die Bläserschule rund 150 Kinder und Jugendliche ausbildet, lässt sich ein Vorspielabend nicht an einem Tag in einem zeitlich absehbaren Zeitraum durchführen. Zumal noch, wenn jedes Kind mindestens ein Musikstück oder eine Etüde vortragen sollte. Und neben den Vorspielabenden mit den Einzelakteuren finden auch Konzerte der einzelnen Nachwuchsorchester statt. Gerade am Straßenfest hatten die Bläserklasse, das Jugendblasorchester oder die Blockflötengruppe ihren Auftritt.

Ein ungewöhnliches Instrument beherrscht Carolin Rith: das Alphorn. Sie spielt sonst im Jugendblasorchester und der Stadtmusik Waldhorn, Rudolf Barth konnte die junge Musikerin für das riesige Instrument begeistern, das sie perfekt beherrscht. Er begleitete sie auf dem Waldhorn.
Ein ungewöhnliches Instrument beherrscht Carolin Rith: das Alphorn. Sie spielt sonst im Jugendblasorchester und der Stadtmusik Waldhorn, Rudolf Barth konnte die junge Musikerin für das riesige Instrument begeistern, das sie perfekt beherrscht. Er begleitete sie auf dem Waldhorn. | Bild: Paul Haug

Den Auftakt machte der erste Vorspielabend im Geisinger Rathaus im Musikraum der Stadtmusik mit dem Bläserschulvororchester, dann folgte ein Vorspielabend in Gutmadingen und am Mittwochabend der Vorspielabend in der Leipferdinger Festhalle. Hierzu sind alle Interessenten eingeladen, um den Jugendlichen zuzuhören. Auch die allerjüngsten Schüler, die Blockflöten und die musikalische Früherziehung, stellten sich in diesem Jahr beim Vorspiel wieder vor.

Die Kinder zeigten ihr Können nach rund einem Jahr Unterricht, abzüglich Ferien ja kaum mehr als ein halbes Jahr, vor großem Publikum. Bei den Vorspielabenden führte die musikalische Leiterin Ingrid Fromm durch das Programm, erläuterte die Ausbildung des Nachwuchses und den Leistungsstand der einzelnen Akteure, die teilweise kurz vor der Prüfung für das silberne Abzeichen stehen.

Bei den Vorspielabenden macht keiner der jungen Musiker den Eindruck, dass sie aufgeregt sind, sie sitzen vorne, das Instrument in der Hand oder bei größeren wie der Tuba oder Posaune in Reichweite, und warten geduldig. Denn in den Zuschauerreihen sitzen Eltern, Geschwister, Ausbilder, Vertreter der Musikvereine und hören zu. Manchmal ist auch der Ausbilder mit dabei und spielt mit dem Zögling ein Duett, meist sind es aber die Kinder und Jugendlichen, die zuerst allein und dann im Duo auftreten.

Ingrid Fromm dankte den Eltern dafür, dass sie einerseits die Kinder zur musikalischen Ausbildung zur Bläserschule und den Vereinen schicken, aber auch dafür, dass sie die Jugendlichen auch anhalten, zu üben. „Unterstützen Sie auch weiterhin die Kinder, wenn es um die musikalische Ausbildung geht“, appellierte sie an die Eltern.

Nach den Ferien beginnen wieder neue Kurse für Einsteiger, Anmeldungen hierfür nehmen die Vertreter der einzelnen Musikvereine, die Mitglied der Bläserschule sind, entgegen.