Mit Beginn des neuen Schuljahres ist die Geisinger Grund- und Werkrealschule nur noch Grundschule. Und seit gestern mit der Einschulung, die auf Anweisung des Oberschulamtes nicht wie bisher am Freitag, sondern am Mittwoch stattfand, hat die Schule 155 Schüler in den Klassen eins bis vier, die alle zweizügig sind. In diesem Jahr waren es 41 neue Abc-Schützlinge, die eingeschult wurden, vier mehr als ein Jahr zuvor.

  • Lehrerversorgung: Da die Werkrealschule weggefallen ist, gab es auch das Problem, Lehrerstunden oder gar komplette Lehrer an andere Schulen abzugeben. "Eine Refrendarin, Anna Maria Keller, konnte aufgrund des Wegfalls der Werkrealschule nicht in Geisingen bleiben", bedauert Rektor Jürgen Tränkler, sie ist künftig in Blumberg tätig. Aber er muss trotzdem 20 Stunden abgeben. Um eine komplette Versetzung zu vermeiden, wurden diese abzugebenden Stunden aufgeteilt. Zwölf Stunden ist Marion Berger Erbis künftig in Immendingen und er selbst acht Stunden pro Woche in Tuttlingen tätig, dies sind zwei Vormittage. "Der Abzug von Lehrerstunden und Pädagogen hält sich in Grenzen weil die Grundschule ja künftig GanztagsschuleGrenzen weil die Grundschule ja künftig ist, wofür die Geisinger Schule 24 Lehrerstunden zusätzlich erhalten hat", erklärt Tränkler. "Mit der Stunden- und Lehrerzuweisung sind wir zufrieden", so Tränkler, "wenn auch einige Stunden mit ehemaligen Pädagogen belegt werden müssen".
  • Ganztagsschule: Der Ganztagesbetrieb an der Geisinger Schule ist in dieser Form neu. Für verschiedene Klassen ist ohnehin zweimal in der Woche Nachmittagsunterricht, der wird nunmehr an vier Tagen in der Woche angeboten und durchgeführt. Zwei Nachmittage sind regulärer Unterricht, an den anderen zwei gibt es sogenannte Arbeitsgemeinschaften. Diese sind in vielen verschiedenen Bereichen angesiedelt, so Natur- und Umweltschutz, Inliner-AG, Häkeln-Stricken-Basteln, Schach, Streitschlichter, Künstler-Werkstatt, Turnen, Klettern oder Mundharmonika. Auch Blasmusik wird wieder in der Kooperation mit der Bläserschule unterrichtet, die Bläserklasse beginnt neu und hat jeden Dienstag und Freitag Unterricht. Angeboten wird auch wieder Schwimmen, die Grundschule Kirchen-Hausen nimmt hieran ebenfalls mit jeweils fünf Kindern teil. "Sobald diese schwimmen können, kommen die nächsten fünf", betont Tränkler. Der Schwimmunterricht sei finanziell aufwändig. An die Kapazitätsgrenze wird wohl, so die Vermutung des Rektors, die Mensa stoßen, dies betrifft jedoch nicht das Platzangebot zum Essen, sondern vielmehr die Zubereitung. Man muss schon heute in Etappen die Schüler zum Essen schicken, eventuell müssen dort zusätzliche Geräte beschafft werden.
  • Nachmittagsbetreuung: Weiterhin bei der Geisinger Schule angesiedelt ist die Früh- und Nachmittagsbetreuung durch die Stadt, sowie die Hausaufgabenbetreuung, die durch den Förderverein wieder unterstützt und durch das Land finanziert wird. Das Land unterstützt auch die Bläserklasse finanziell. Unterricht ist jeweils von acht bis 12.25 Uhr, die Mittagsbetreuung und Hausaufgabenbetreuung schließt sich an, bis um 14.05 Uhr wieder der Pflichtunterricht oder die Arbeitsgemeinschaften im Rahmen der Ganztagsschule wieder beginnen, der Unterricht endet dann für alle wie die Ganztagesbetreuung um 16 Uhr.