Der Entlassjahrgang 2018 der Geisinger Werkrealschule wird in mehrfacher Hinsicht in die Geschichte eingehen. Markiert er doch das Ende der Werkrealschule in Geisingen und den Übergang zu einer reinen Grundschule, was es seit dem Bestehen des Schulwesens in Geisingen noch nie gegeben hat. Außergewöhnlich ist auch, dass einer der kleinsten Jahrgänge entlassen wurden, nämlich elf Schüler. Die geringe Schülerzahl war Anlass, die Feier ins katholische Pfarrheim zu verlegen. In der Stadthalle wäre man sich verloren vorgekommen und in der Mensa gibt es keine Bühne. Denn die Entlassschüler haben selbst ein buntes Programm für die Feier zusammengestellt.

Ursprünglich waren es zwölf Schüler, drei sind bereits weggezogen, haben ihren Abschluss aber in Geisingen gemacht und kamen auch zur Feier. Susanne Trapp, Elternbeirätin der neunten Klasse betonte, dass die Schüler das Trainingslager Schule beendet haben. "Stürmt nun vor, schaut nach links und rechts, begebt euch aber nicht ins Abseits, seid fair, sonst gibt es die gelbe Karte", betonte sie.

Den Preis des Klassenbesten erhält Steven Günter von Bürgermeister Walter Hengstler.
Den Preis des Klassenbesten erhält Steven Günter von Bürgermeister Walter Hengstler. | Bild: Paul Haug

Den Fußballvergleich hatte auch die Ansprache von Bürgermeister Walter Hengstler zum Inhalt. "Das Ausscheiden der Deutschen Mannschaft hat viele Gründe, ein Vergleich passt, schlechte Leistungen haben Folgen und die Erkenntnis, dass Leistung lohnt", sagte Hengstler. "Ohne Verlängerung und Elfmeterschießen habt ihr ein Ziel erreicht, und nach dem Spiel ist vor dem Spiel, nach den Ferien kommt wieder Schule und Beruf. Ich bin sicher, dass ihr das besser macht, als Jogis Jungs“, bescheinigte Hengstler den elf Entlassschülern. Auch Hengstler ging auf die letzte Entlassfeier der Geisinger Schule ein. "Hierfür kann weder der Schulträger noch die Schulverwaltung etwas, die Schulpolitik war gegen uns", betonte Rektor Jürgen Tränkler. Die Schüler hätten sich durchgesetzt in einer schwierigen Kombiklasse und hätten viele Fähigkeiten gezeigt. Nicht nur für die Schule, sondern auch für ihn persönlich, so Tränkler, sei dies ein besonderer Tag, nach 30 Jahren ist dies der letzte Entlassjahrgang. Er hat über 1000 Schüler bei den Prüfungen begleitet.

Tränkler dankte der engagierten Klassenlehrerin Marion Berger-Erbis, aber auch den zahlreichen Firmen für die Bereitstellung von Praktikumsplätzen. Die Schüler sind alle versorgt, einige gehen in eine Berufsausbildung, andere besuchen weiterführende Schulen. Auch die Vorsitzende des Fördervereins, Nathalie Seilnacht, gratulierte zum erfolgreichen Abschluss, sie hegte den Wunsch, die nun noch verbleibende Grundschule zu einer Super-Grundschule zu machen.