Die Notfallbetreuung von Kindern, sei es in den Kindergärten oder der Schule, wird angenommen, wenn auch verhalten. Geplant war, eine Notfallbetreuung für Kinder, deren Eltern in bestimmten Bereichen wie Gesundheits- oder Lebensmittelversorgung usw. arbeiten, in der Region Geisingen einzurichten. Wie Bürgermeister Martin Numberger auf Nachfrage mitteilt, hat man aufgrund der geänderten Nachfrage die Betreuung in den Kindergärten geändert. Da die Erzieherinnen ohnehin da sind und sich mit allgemeinen Vorbereitungen beschäftigen, sind derzeit in Gutmadingen und in Geisingen im Kindergarten Stadtgraben je drei Kinder, die betreut werden. Für das Kirchtal war der Kindergarten Kirchen-Hausen vorgesehen, da aber nur drei Kinder aus Leipferdingen für die Betreuung in Frage kamen, wurde die Betreuung nach Leipferdingen verlegt. „Wir sollten darauf achten, diese Notfallgruppen auch so klein wie möglich zu halten und bedarfsorientiert anbieten“, unterstreicht Bürgermeister Numberger. Schüler werden in der Geisinger Schule nur zwei betreut.

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Geisingen hat einen zweiten bestätigten Corona-Fall. Das Gesundheitsamt Tuttlingen setzt sich falls notwendig, mit den Personen in Verbindung, die mit den Infizierten in Kontakt waren. „Ich habe den Eindruck, dass die Bevölkerung sehr einsichtig ist und sich an die Vorgaben hält. Das wurde mir auch von den vier Ortsvorstehern berichtet“, führt der Bürgermeister weiter aus.

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In der letzten Woche standen die Telefone der Stadt kaum noch still, zahlreiche Mitarbeiter seien ständig damit beschäftigt gewesen, Fragen der besorgten Bürger zu beantworten, so Numberger weiter. Da die Stadt einige Mitarbeiter hat, die kleine Kinder haben, und von der Schließung der Kindergärten und Schulen betroffen sind, wurde den Mitarbeitern erlaubt, die Kinder mitzubringen. Die machen beispielsweise im Sitzungssaal ihre Hausaufgaben.

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Auf den Aufruf der Stadt, dass sich freiwillige Helfer melden, die älteren Einwohnern Hilfe beim Einkaufen bieten, haben sich 15 Personen gemeldet. „Eine sehr erfreuliche Zahl“, stellt der Bürgermeister fest. Allerdings wurde dieser Service erst ein mal in Anspruch genommen. Dies hat wohl auch damit zu tun, dass sich Nachbarn um ältere Mitmenschen kümmern. Beim Pflegeheim sind die Zugänge mit Absperrband versehen, Besuch ist dort nicht mehr möglich, geschlossen wurde die Tagespflege der Sozialstation. Pflegepersonal des Pflegeheimes wie auch der Pflegedienste sind weiterhin mit vollem Einsatz bei den Heimbewohnern und Patienten. Stadtverwaltung und Bauhof arbeiten weiter unverändert, die Verwaltungen sind für die Öffentlichkeit geschlossen, vieles wird telefonisch erledigt, wichtige Anliegen nach Voranmeldung persönlich. Die beiden Mitarbeiter des Zweckverbandes Wasserversorgung unteres Aitrachtal sind abwechselnd im Dienst, um eine Versorgung sicher zu stellen.