Beim sechsten Kramer-Treffen in Gutmadingen gibt es zwei Besonderheiten an: Das Konzept eines Kramer-Museums wird öffentlich vorgestellt, außerdem gibt es unter den Besuchern eine Umfrage zu einem möglichen Museum für die Geschichte der in Gutmadingen einst produzierten Kramer-Traktoren. Und der Heimatverein präsentiert sein neuestes Buch.

  • Umfrage zu Museumsplänen: Das Kramer-Fest, zudem über 400 Oldtimertraktoren am Pfingstsamstag und Sonntag, 20. Mai, erwartet werden, ist nach Aussage von Bürgermeister Walter Hengstler die beste Gelegenheit, um die Idee eines möglichen Kramer-Museums vorzustellen und nach der Meinung der Besucher, die meist auch Fans der Kramer-Traktoren sind, zu fragen. Die Präsentation zu den Museumsplänen wird außerdem nach dem Kramer-Fest am Dienstag, 22. Mai, und am Freitag, 25. Mai, jeweils von 14 bis 18 Uhr im Rathaus in Gutmadingen gezeigt. Und auch hier können sich interessierte Bürger an der Umfrage beteiligen.
  • Buchvorstellung: Die zweite Besonderheit beim Kramer-Fest ist die Vorstellung eines neuen Buches des Heimatvereins Gutmadingen. Nach der Herausgabe des Alemannischen Wörterbuches ist nun das Buch „Gutmadingen im Blickpunkt der Presse von 1779 bis 2017“ erschienen und kann beim Kramer-Fest am Stand der Heimatfreunde erworben werden. "Wer das Buch beim Kramer-Treffen zum Preis von 20 Euro erwirbt, erhält sogar noch ein Schmalzbrot und ein Getränk dazu", informiert Emil Kramer, der maßgebliche Autor. "Die Druckkosten des Buches liegen unter dem Verkaufspreis, die Differenz wird der Kirchenrenovierung zugute kommen", erklärt Vorsitzender Hermann Kramer.
    Das ist das neue Buch, das der Heimatverein Gutmadingen herausgibt. Es ist beim Kramer-Treffen erhältlich.
    Das ist das neue Buch, das der Heimatverein Gutmadingen herausgibt. Es ist beim Kramer-Treffen erhältlich. | Bild: Paul Haug
  • Das Werk: "Das Buch ist ein Buch, das es in dieser Form noch nicht gibt", verdeutlicht Hermann Kramer. Sein Bruder Emil, der maßgeblich an dem Werk beteiligt war, wälzte hierfür viele Stunden lang alte Zeitungen ab 1779, sei es in diversen Archiven wie dem Fürstenbergischen Archiv oder aber auch intensiv in den Archiven des Medienhauses SÜDKURIER in Donaueschingen und in Konstanz. Teilweise stichwortartig, manchmal mit Erläuterungen, teilweise aber auch sind Meldungen oder Teile von Berichten abgedruckt. So gibt diese Buch einen fundierten Überblick über alle möglichen Vorkommnisse und Ereignisse in und über Gutmadingen. Über die Kommunalpolitik, über Vereine, über Personen, auch über geschichtliche Begebenheiten der letzten 240 Jahre hat Emil Kramer viel Wissenswertes zusammen getragen. Es ist ein Buch, das lesenswert ist und auch Appetit auf das nächste Werk des Heimatvereins macht, nämlich die Geschichte der Gutmadinger Kirche.
  • Nächste Projekte: Die Geschichte der Gutmadinger Kirche soll zum diesjährigen Kirchenfest als Buch herausgebracht werden, weil dort ein Jubiläum anlässlich des Bruderschaftsfestes gefeiert wird, vielleicht kann auch schon der Abschluss der Sanierung der Pfarrkirche mitgefeiert werden. Auch was die Kirchengeschichte betrifft, ist Emil Kramer, der als pensionierter Pädagoge viel seiner Freizeit in die Erforschung der Geschichte Gutmadingens investiert hat, maßgeblich beteiligt. Irgendwann folgt das nächste Ziel, das Heimatbuch, eine Chronik Gutmadingens zur 750-Jahr-Feier von Gutmadingen.

Heimatverein

Der Heimatverein Gutmadingen wurde vor 22 Jahren gegründet mit dem Ziel, die Heimatgeschichte Gutmadingens zu erforschen und in schriftlicher Form der Nachwelt zu erhalten. Mit dem neuen Buch „Gutmadingen im Blickpunkt der Presse“ sind auf über 250 Seiten weit über 1500 Ereignisse aus 240 Jahren aufgeführt. Das Buch ist beim Kramer-Treffen sowie bei den Gasthäusern "Sternen" und "Ochsen", im Friseursalon Catrin Wegner sowie bei Hermann und Emil Kramer erhältlich. (ph)