Die Sperrung der Geisinger Donaubrücke wie auch die Ersatzwege für den innerörtlichen Autoverkehr von und nach Gutmadingen sowie Kirchen-Hausen beziehungsweise ins Kirchtal stehen immer wieder bei Sitzungen auf den Tagesordnungen und werde beraten und diskutiert. Inzwischen fand eine Verkehrsschau mit Landratsamt und Polizei sowie Vertretern der Stadt Geisingen statt, bei der die Verkehrssituation gerade für die Umleitungsstrecken angesprochen wurde.

  • Neuer Weg nur für Autos: Die Umleitungsstrecke für Autos ins Kirchtal beziehungsweise Kirchen-Hausen ist bekanntlich mehr oder weniger schon seit Anfang September im Betrieb. Im Zuge des Baus der Bahnüberführung und Sperrung des Bahnübergangs wurde der untere Riedweg asphaltiert, außerdem wurden einige Ausweichstrecken angelegt. Dieser Weg wurde inzwischen für beide Fahrtrichtungen für Autos und Transporter bis 3,5 Tonnen freigegeben. Gemäß den Planungen des Landratsamtes und der Stadt Geisingen ist der untere, neu angelegte Riedweg für Autos vorgesehen, während der obere bisherige Riedweg den Radfahrern und Fußgängern vorbehalten sein sollte. Doch leider funktioniert diese Trennung trotz Beschilderung bis heute noch nicht ganz reibungslos. Auf dem oberen Riedweg sind so noch Autos und auf dem unteren Riedweg Radfahrer und Fußgänger zu sehen.
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  • Radweg wird verlegt: Der Radweg von Gutmadingen nach Geisingen wird verlegt. Die Kosten hierfür übernimmt der Landkreis Tuttlingen, als Entgegenkommen der Stadt Geisingen, die keine Notsicherung für die alte Brücke forderte und deshalb einen schnellen Neubau an der alten Stelle forderte. Dadurch spart der Kreis als Straßenbaulastträger an die zwei Millionen Euro. Der Radweg wird südlich der Bundesstraße, also näher an der Donau verlegt, ab der Holzbrücke bis zur großen Donaubrücke, und von dort aus führt der Radweg dann in einem Bypass um die Stadtmühle herum und führt zum Mühlenweg. Auf einer Teilstrecke von Gutmadingen her wird die Grasnabe, die sich in der Mitte der Fahrbahn entwickelt hat, abgeschoben, im östlichen Teil erfolgt ein Vollausbau, da dort der Untergrund auf rund 500 Metern schlecht ist.
  • Brückenabbruch rückt näher: Wie Landrat Stefan Bär in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses des Kreistags berichtete, wird mit dem Abbruch der alten Donaubrücke im nächsten Jahr begonnen. „Für den Neubau der Brücke gibt es auch die Zusage des Regierungspräsidiums Freiburg, unterjährig einen Antrag stellen zu können“, erklärte Bär. Im Januar findet bereits eine erste Besprechung des Regierungspräsidiums mit dem Verkehrsministerium wegen des Zuschusses statt.
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  • Planungsaufträge erteilt: Ob mit dem Neubau bereits im nächsten Jahr oder erst 2021 begonnen werden kann, hängt noch von verschiedenen Faktoren ab. Die Planungsaufträge sind erteilt, teilweise sogar schon abgeschlossen, etwa die Baugrunduntersuchung. Dies gerade für den Bereich der beiden Wiederlager und für mögliche Standorte der Stützpfeiler. Die Objekt- und Tragwerksplanung sowie das Wasserrechtsverfahren laufen derzeit.
  • Die neue Brücke: Die Brücke wird eine Fahrbahnbreite von 6,50 Meter und beidseitig einen Gehweg erhalten. Die Geisinger haben die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Abbruch und Neubau zügig laufen und man vielleicht schon Ende 2021 über die Brücke fahren kann.

Brückensperrung

Die Donaubrücke in Geisingen als die Hauptzufahrt einer klassifizierten Straße von der Bundesstraße 31 her, ist bekanntlich seit März diesen Jahres gesperrt. Der Grund für die Sperrung waren Berechnungen und Untersuchungen über den bei Bau der Brücke 1952 verwendeten Spannstahl. Diese Stähle sind spannungsriss- und korrosionsgefährdet, teilweise sogar schon durchgerostet und gerissen. Während der Sperrung wurde der untere Riedweg als Ersatzstrecke für Autos aus dem Kirchtal bereits gebaut, die Verbindung nach und von Gutmadingen über die Mühle wird noch realisiert. Am 20. November wird im Kreistag der Entwurf des Neubaus vorgestellt. (ph)