Die Zunderhalle, wie die Festhalle in der fünften Jahreszeit genannt wird, war ein Schmelztiegel der ausgelassenen närrischen Laune und des Brauchtums am Samstagabend. Die Akteure der teilnehmenden Zünfte, aber auch sehr viele Besucher erlebten einen kurzweiligen und närrisch abwechslungsreichen Abend. Wie es sich für einen Jubilar gehört, stellte dieser zuerst einmal sein Brauchtum vor, also die Zundermännle, die ihren 50. Geburtstag feiern. Zu sehen gab es so die Geschichte und vor allem den Brauchtumstanz der Zundermännle, verbunden mit viel Rauch und pyrotechnischen Effekten. Die Bühne in der Aulfinger Festhalle war bei zwei Gruppen zu klein, die Musiker der Narrenzunft Grünwinkel Geisingen und der Latscharizunft Kirchen-Hausen hatte schlicht keinen Platz und spielten vor der Bühne. Beide Zünfte kamen mit vielen Aktiven zum Geburtstag der Zundermännle, die Geisinger ohne Hexen, da diese am Samstag ihre Hexenpost verkauften. Nach den Zundermännle erklang das Gschell der Geisinger Hansele die auf der Bühne, nachdem Udo Heppler die Narrenfiguren vorgestellt hatte, den Hanselschottisch präsentierten, umringt von Narrenrat, Gretele und vielen Hansele.

Was hat sich im Amtenhauser Tal abgespielt, kam da nun der Teufel oder ein hungriger Köhler zu den Klosterfrauen, um ihnen das Vesper wegzunehmen? Der Brauchtumstanz der Zimmerer Teufelsbrut erzählt eben diese Geschichte, auf der Bühne wiederum mit allerlei Pyrotechnik untermalt. Die Patenzunft Strohglonki Leipferdingen, die am Nachmittag schon den Narrenbaum aufgestellt hatte, belagerte die Bühne und zeigte ihren Bändertanz, der mit den Farben rot und blau den Winter und Frühling demonstrierte. Erneut voll war die Bühne beim Auftritt der benachbarten Latscharis aus Kirchen-Hausen, die Tanzgruppe, bestehend aus Hexen und Latscharis, zeigte ihren Tanz, umringt von vielen Latscharis und Hexen. Die Schöntalhasen, begleitet vom Fanfarenzug, zeigten den Hasentanz, Marlies Aschmann überreichte noch ihr Geburtstagsgeschenk. Mit dabei waren auch die Akteure des Narrenvereins Kamelia Tengen, sowohl mit ihrer Burgnarren-Tanzgruppe als auch mit der Burggarde, die einen Tanz zeigte. Auch die Zimmerer holten sich zweimal verdienten Beifall, beim zweiten Mal mit der Showtanzgruppe des Vereins. Durch das Programm führte Felizitas Thiel aus Leipferdingen, nach dem offiziellen Programm war Stimmung in Besenwirtschaften und vor allem im Barzelt neben der Zunderhalle.