Eigentlich wollte der Zweckverband Pflegeheim Haus Wartenberg das 20-jährige Bestehen von Haus Baar II größer feiern, doch das Coronavirus machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen gab es Kaffee und Kuchen im kleineren Rahmen.

Zwei Jahre lang, von 1997 bis Ende 1999, wurde gebaut und rund 7,7 Millionen Euro in das Gesamtgebäude investiert. Damals wurde das gesamte Haus Baar grundlegend saniert und umgebaut, das Gebäude wurde dann in Haus Baar I und Baar II unterteilt.

Bis zu 25 junge Menschen leben hier

Im Haus Baar II entstand ein landesweit neues Angebot auf zwei Stationen: bis zu 25 schwerstpflegebedürfte Jugendliche und jüngere Bewohner mit den Diagnosen Wachkoma, Multiple Sklerose, neurologischen Erkrankungen oder Lähmungen aller vier Gliedmaßen nach Unfällen können hier behandelt werden.

Mit dem damaligen Umbau wurden auch die technischen Voraussetzungen geschaffen, die für die Betreuung solcher Bewohner erforderlich und vorgeschrieben sind. Bisher waren diese in Pflege- und Seniorenheimen untergebracht. Das passte vom Alter her nicht, was vor zwei Jahrzehnten den Ausschlag für das neue Angebot gab.

Für ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben

Den Bewohnern werden umfangreiche Therapien wie Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie, Musiktherapie oder Beschäftigungstherapie angeboten. Haus Baar II biete ihnen ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben, bilanzierte Manfred Wolf, Heim- und Verwaltungsleiter des Pflegeheims Haus Wartenberg. Viele Patienten machten durch die therapeutischen Maßnahmen Fortschritte im Genesungsprozess.

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Das Pflegepersonal von Haus Baar II, das aus 17 Mitarbeitern unter der Leitung von Andreas Vaas besteht, werde laufend geschult und für die anspruchsvolle Betreuung weitergebildet. Herzenswünsche wie etwa ein Grillfest oder einen Kuchen zum Geburtstag würden den Bewohnern gerne erfüllt, sofern dies möglich sei.

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