Ein Jubiläum ist für einen Verein immer etwas Besonderes. Dies gilt in diesem Jahr besonders für den Leipferdinger Männergesangverein Eintracht. Den Verein gibt es seit 150 Jahren. Wäre da nicht das Coronavirus, würde das Programm für die Feierlichkeiten längst stehen.

Bei der nach wie vor großen Unsicherheit sind die Verantwortlichen, an der Spitze das Leitungsteam mit Rolf Fluck, Tobias Hinz und Phillip Frank, verständlicherweise zurückhaltend, was konkrete Festlegungen betrifft. So gibt es für das Programm zunächst nur Überlegungen.

Ein Bild aus vergangenen Zeiten: Die zahlreichen Besucher der Sichelhenke, dem bekannten Erntedankfest, sitzen nah beieinander.
Ein Bild aus vergangenen Zeiten: Die zahlreichen Besucher der Sichelhenke, dem bekannten Erntedankfest, sitzen nah beieinander. | Bild: Franz Dreyer

Angedacht ist, vor der Sichelhenke im September, dem weit in die Region strahlenden Erntedankfest, ein Kirchenkonzert mit anschließendem offiziellen Festakt zu veranstalten. Im Herbst soll es ein A-capella-Konzert einer namhaften Gruppe geben. Zwar ist bis dahin noch viel Zeit, aber trotzdem stellt sich die Frage, ob die Corona-Pandemie dann immer noch das Geschehen bestimmen wird.

Über 30 aktive Sänger

Der Männergesangverein Leipferdingen ist gut aufgestellt und bildet eine der tragenden Säulen im kulturellen Leben des Ortes. Er wird von einer großen Zahl an passiven Mitgliedern getragen, und auch an Sängern mangelt es nicht. Die aktiven Mitglieder, über 30 an der Zahl, weisen eine Altersspanne zwischen 20 und 80 Jahren auf. Somit besteht Einklang zwischen den Generationen, getreu der Devise „In Freud und Leid zum Lied bereit“.

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Zu den Höhepunkten im Vereinsjahr, der Sichelhenke, und der Mitgestaltung des jährlich mit dem Musikverein gebotenen Wunschkonzerts geben die Sänger unter Chorleiter Tobias Hilbert, der 2007 die Nachfolge des langjährigen Dirigenten Georg Huber antrat, mit einer Vielzahl von Auftritten eine hervorragende Visitenkarte ab. Zu ihrem breitgefächerten Repertoire zählt nicht nur die klassische Chorliteratur, sondern auch moderne Schlager bis hin zu aktuellen Hits.

Ein Inserat war der Anfang

Die Erfolgsgeschichte der Vereins begann am 16. Mai 1871 mit einem Inserat des damaligen Kreuzwirts im „Höhgauer Erzähler“, der zu einer Gesangproduktion in sein Lokal einlud, was offenbar auf fruchtbaren Boden fiel, da in der Folge immer wieder von Auftritten und Konzerten berichtet wurde.