Einiges zu tun gibt es im Furtwanger Ortskern. Das zeigte sich jetzt in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. So ist zum Beispiel die Frage der Verkehrsführung offen. und es gibt es auch noch Diskussionen über die Gestaltung der Gebäude und deren zukünftige Nutzung.

Einstimmig beschlossen wurde vom Furtwanger Gemeinderat eine Änderung des Bebauungsplans Stadtzentrum Marktplatz/Bismarckstraße. Allerdings wurde in der Sitzung der vorgelegte Plan noch einmal diskutiert und teilweise ergänzt. Zweck dieses Bebauungsplans ist es, mögliche negative Entwicklungen in diesem zentralen Gebiet der Stadt zu verhindern.

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Der ursprüngliche Bebauungsplan wurde 1974 im Rahmen der Stadtkernsanierung aufgestellt und umfasst verschiedene Wohn- und Geschäftshäuser in der Bismarckstraße. Dazu gehört auch das Terrassenhaus in der Bismarckstraße, bei diesem werden aktuell negative Entwicklungen befürchtet.

Mit der Änderung werden verschiedene Nutzungsarten in diesem Bereich westlich der Bismarckstraße, der weiterhin als Mischgebiet gilt, festgeschrieben werden. Beispielsweise Gastwirtschaften dürfen nur dort eingerichtet werden, wo bereits jetzt eine derartige Nutzung genehmigt ist, nicht aber im Bereich des Terrassenhauses.

Unbeplanter Innenbereich

Verschiedene Einwände nach der Offenlage wurden zur Kenntnis genommen, wesentliche Veränderungen gab es aber in der Folge nicht. Unter anderem bezog man sich dann bei der Diskussion auf eine Anmerkung des Landratsamtes: Hier wurde bedauert, dass der Bereich zwischen Gerwigstraße, Lindenstraße und Marktplatz nicht in den Bebauungsplan aufgenommen wurde und damit weiter ein unbeplanter Innenbereich ist. Stadtrat Ulrich Mescheder (UL-Fraktion) regte an, diesen Bereich ebenfalls einzubeziehen, um auch dafür Planungssicherheit zu haben. in diesem Fall könne direkt lenkend agiert und nicht nur auf unerwünschte Entwicklungen reagiert werden.

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Allerdings, das wurde auch deutlich, müsste dann nach der Einarbeitung dieses Bereichs der dann geänderte Bebauungsplan erneut öffentlich ausgelegt werden. Dieser Antrag wurde mit neun zu sieben Stimmen abgelehnt, es bleibt also bei dem ursprünglichen Areal. Allerdings könnte man, so der Tenor in der Sitzung, auch das verbliebene unbeplante Gebiet in einem weiteren Bebauungsplan erfassen.

Kunststoff erweist sich als etwas anderes

Ein weiterer Antrag kam von Roland Thurner (UL) aufgrund von Beobachtungen: Bei den Bauten sollten ausdrücklich Fassaden aus Kunststoff untersagt werden. Bernhard Braun (CDU) merkte allerdings an, dass die offensichtlich angesprochene Fassade nicht mit Kunststoff verkleidet werde, sondern mit Zementfaser-Platten. Auf jeden Fall wurde mehrheitlich beschlossen, dass Kunststoff an der Fassade nicht verwendet werden darf.

Zisternen-Pflicht kommt

Und schließlich ging es in der Sitzung um die Regenrückhaltung, die aktuell auch sonst in den Bebauungsplänen überall gefordert werde, wie Ulrich Mescheder hervorhob. Allerdings könne eine solche Regenrückhaltung nur bei Neubauten gefordert werden, meinte Bürgermeister Josef Herdner. Bei Bestandsgebäuden sei auch bei einem Umbau so etwas nur schwer möglich und wenig sinnvoll. Damit wurde dann auch der Passus aufgenommen, dass bei Neubauten in diesem Bereich eine Regenrückhaltung, beispielsweise eine Zisterne, installiert werden muss.