17 Spielplätze gibt es in Furtwangen und seinen Ortsteilen. Die müssen laut Vorschriften wöchentlich vom Bauhof auf ihre Sicherheit überprüft werden. Das ist allerdings gar nicht so einfach. Mit dem finanziellen Aufwand für die Spielplätze im Stadtgebiet Furtwangen beschäftigte sich der Technische Ausschuss des Gemeinderates (TUA).

Die Verwaltung hatte dazu die aktuell vorhandenen 17 Spielplätze und die jährlichen Kosten allein für den Unterhalt dieser Spielplätze aufgelistet. Gleichzeitig stehen vier weitere Spielplätze im Stadtgebiet auf der Wunschliste. Die vorgelegten Zahlen sollen dem Gemeinderat helfen, bei den entsprechenden Planungen vor allem auch die Unterhaltskosten einzubeziehen.

Bild: Jürgen Liebau

Für die Unterhaltung der Spielplätze im Stadtgebiet entstanden im Jahr 2020 Kosten von 74 .400 Euro. Dazu kamen 26 .300 Euro für die Neugestaltung des Spielplatzes an der Friedrichstraße. Im laufenden Jahr belaufen sich die Unterhaltskosten für die Spielplätze auf 41. 200 Euro. Zu diesen Kosten für Personal und Fahrzeuge kommen dann noch die Kosten für Ersatzbeschaffungen von Spielgeräten und die jährliche TÜV-Prüfung hinzu.

Mit GPS überwacht

Der Leiter des Bauhofs Norbert Wiehl erläuterte im Gemeinderat ausführlich den großen Aufwand. Denn jeder der Spielplätze muss einmal pro Woche durch einen Mitarbeiter des Bauhofs grundlegend auf Schäden und Probleme überprüft werden. Einmal im Monat muss diese Überprüfung noch ausführlicher sein, um Sicherheitsmängel aufdecken zu können. Auch Bürgermeister Josef Herdner machte deutlich, dass gerade im Bereich der Spielplätze die Frage der Haftung sehr eng ausgelegt werde, man hier im Blick auf die aktuellen Urteile keinen Spielraum habe und die vorgeschriebenen Überprüfungen immer durchführen müsse.

Dazu wird, so Norbert Wiehl, unter anderem der Standort des jeweiligen Mitarbeiters genau per GPS erfasst, sodass man im Zweifel jederzeit nachweisen kann, dass die wöchentlichen Kontrollen auch stattgefunden haben. Einmal im Jahr findet dann die große Überprüfung mit einem Sachverständigen des TÜV statt, die alleine zwei Tage dauert.

Holzzäune haben ausgedient

Nicht zuletzt gibt es immer wieder bei der Überprüfung Feststellungen, dass bestimmte Installationen nicht mehr den Bestimmungen entsprechen, beispielsweise die früher üblichen Jägerzäune aus Holz. Hier muss an verschiedenen Stellen nachgebessert werden. Norbert Wiehl legt Wert darauf, dass die Geräte immer vollständig in Ordnung sind. Wenn irgendwo Schwachstellen vorhanden sind, wird das Gerät im Zweifelsfall lieber entfernt und möglichst wieder durch ein neues Gerät ersetzt.

Bernhard Braun (SPD) fragte an, wie viele Spielplätze in den nächsten zehn Jahren erneuert werden müssen. Denn primär sei der Erhalt der vorhandenen Plätze von Bedeutung.

Stadtrat Dirk Ebeling (CDU) machte deutlich, dass in Baugebieten Spielplätze von Bedeutung sind, wenn hier Interessenten sich das Gebiet anschauen. Aber der Gemeinderat müsse sich auch überlegen, wie viel Geld man da in die Hand nehmen muss: Wollen wir uns das leisten? Nach seiner Ansicht wichtig wäre ein Spielplatz im Bereich Oberer Bühl.

Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass im Baugebiet Oberer Bühl die eigentlich vorgesehenen Fußwege nicht realisiert wurden, sonst könnten die Anlieger dort problemlos den Spielplatz auf dem Bühl nutzen.

Bürgermeister Herdner wies unter anderem darauf hin, dass auch Wünsche nach weiteren Spielplätzen geäußert wurden. Zum einen ist dies der Spielplatz beim Bregstadion: Nachdem dieser abgebaut worden war, war eigentlich zugesichert, außerhalb des Stadions einen Ersatz zu schaffen.

Im Neubaugebiet in Neukirch sei im Bebauungsplan ebenfalls ein Spielplatz vorgesehen gewesen, wo nun wieder Wünsche geäußert wurden. Neben dem Baugebiet Oberer Bühl in der Stadt wird auch für den Bereich Neubaugebiet Schönenbach ein Spielplatz gefordert.

Hier müsse, so die Meinung im Ausschuss, der Gemeinderat einmal eine Grundsatzdiskussion führen. Unter anderem muss auch der personelle Aufwand berücksichtigt und bei Bedarf entsprechend angepasst werden.