Beliebt in der Raumschaft sind in jedem Spätherbst die Schlachtplatten. In diesem Jahr waren allerdings aufgrund von Corona die entsprechenden Gaststätten alle geschlossen. Lediglich im „Sternen“ in Urach gab es bereits vor dem Lockdown eine Schlachtplatte beim noch geöffneten Restaurant. Überraschend groß war aber bei den anderen Restaurants die Nachfrage nach der Schlachtplatte zum Mitnehmen.

Überall beliebte Spezialitäten

Die Schlachtplatten haben in der Raumschaft eine große Tradition und sind überall beliebt. Blut- und Leberwürste, Kesselfleisch und vieles mehr gehören traditionell dazu. Die Schlachtplatten in den Gaststätten und auch bei den Vereinen sind häufig schnell ausgebucht.

Wird Schlachtplatte to go akzeptiert?

Doch in diesem Jahr machte Corona den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung: Gaststätten mussten ebenso wie Vereinsheime geschlossen bleiben. Es gibt aktuell nur einen Verkauf zum Mitnehmen. Für die Anbieter war dies natürlich eine unsichere Sache, ob eine Schlachtplatte zum Mitnehmen bei den Gästen gut ankommt. Doch die Erfahrung in diesem Jahr war überaus positiv, wie eine kleine Umfrage bei mehreren Anbietern ergab.

Narrenzunft sehr gespannt

So hatte die Narrenzunft Furtwangen in ihrer Zunft­stube „Alte Färbe“ in diesem Jahr zum zweiten Mal eine Schlachtplatte geplant. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr war man natürlich gespannt, wie nun die Schlachtplatte zum Mitnehmen angenommen wird.

Richtiger Ansturm

Doch dann setzte ein richtiger Ansturm ein: Beim Verkauf zum Mitnehmen am Sonntag war die Nachfrage genauso groß wie im vergangenen Jahr bei der Schlachtplatte in der „Alten Färbe“ am Samstag und am Sonntag. Von Seiten der Zunft war man daher natürlich den treuen Freunden der Zunft dankbar.

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Selbst geschlachtet

Im Vöhrenbacher Gasthaus „Ochsen“ hat die Schlachtplatte eine jahrelange Tradition. Die Wirte übernehmen sogar ganz traditionell vorher die Schlachtung und stellen alle Produkte selbst her. Auch diese Schlachtplatte war, so Rita Ketterer, erfolgreich. Am Sonntagabend war alles ausverkauft.

Kleinerer Einzugsbereich

Allerdings habe man, so Rita Ketterer, eine ganz andere Klientel gehabt. Sonst kamen Gäste aus der ganzen Region bis Villingen oder Schramberg, die nun natürlich fehlten. Stattdessen war die Nachfrage aus dem oberen Bregtal entsprechend größer. Von Seiten des „Ochsen“ freut man sich natürlich, dass die Bürger auch bei dieser Aktion ihre Gastronomie unterstützen.

Viel Aufwand

In Urach gab es gleich in zwei Lokalen Schlachtplatte: im „Bierhäusle“ und im „Sternen“. Der „Sternen“ hatte dabei seine erste Schlachtplatte noch auf das Allerheiligen-Wochenende und damit vor dem Lockdown terminiert. An den drei Tagen von Freitag bis Sonntag herrschte rege Nachfrage. Dabei bedeutete dies für die Wirtsleute ebenfalls viel Aufwand, weil das Restaurant wegen der Corona-Verordnungen immer wieder nur blockweise genutzt werden konnte, bevor dann vor der nächsten Gruppe die Räume wieder gereinigt und desinfiziert wurden.

Unterschiedliche Herangehensweisen

Eigentlich war Schlachtplatte für alle Wochenenden im November geplant, beim Lockdown verzichtete man aber im „Sternen“ auf die Schlachtplatte zum Mitnehmen. Stattdessen wurde bereits angekündigt, dass gleich am ersten Wochenende, wenn die Restaurants wieder offen sind, der „Sternen“ wieder eine Schlachtplatte bieten werde.

Im „Bierhäusle“ dagegen versuchte man es auch mit Schlachtplatte zum Mitnehmen. Und mit der Resonanz war man sehr zufrieden. Natürlich war klar, dass unter diesen Umständen viele Stammgäste, die sonst aus der Region vom Bodensee bis Villingen-Schwenningen und Freiburg nach Urach anreisen, in diesem Jahr fehlen werden. Deshalb war das Kontingent nicht so groß wie sonst üblich. Aber in der Raumschaft rund um Vöhrenbach war auch im „Bierhäusle“ die Nachfrage groß.