Das Deutsche Uhrenmuseum Furtwangen hat seit 1. Juni eine neue Leiterin: Nicole Deisenberger ist Nachfolgerin von Eduard Saluz, der 2020 in Ruhestand ging. Das Deutsche Uhrenmuseum gehört zur Hochschule Furtwangen University (HFU). Das international ausgerichtete Museum bringt Touristen unter anderem die Geschichte der Kuckucksuhr näher und ist eine bedeutende Forschungseinrichtung für Uhr und Zeit.

Interdisziplinär arbeiten

„Charakteristika meiner bisherigen Museumstätigkeit waren vor allem der Wunsch, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und interdisziplinär zu arbeiten“, sagt Nicole Deisenberger laut einer Mitteilung der HFU. „Wir freuen uns sehr darüber, mit Frau Deisenberger eine neue Museumsleiterin gefunden zu haben, die dem Deutschen Uhrenmuseum frische Impulse geben wird“, betont Rolf Schofer, Rektor der Hochschule Furtwangen.

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Nach dem Studium der Empirischen Kulturwissenschaft und Kunstgeschichte in Tübingen und Paris absolvierte Nicole Deisenberger ein Volontariat am Landesmuseum Württemberg in der Volkskundlichen Abteilung und dem Museum der Alltagskultur in Waldenbuch. Es folgten Stationen als Leiterin des Heimatmuseums Fridingen an der Donau und Geschäftsführerin der Hans-Bucher-Stiftung, dem Stadtmuseum und Museum der Deutschen aus Ungarn in Gerlingen sowie als Kuratorin für populäre Druckgrafik in der Volkskundlichen Abteilung des Landesmuseums Württemberg.

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„Das Thema Kunst- und Kulturvermittlung bildete während all meiner Tätigkeiten einen wichtigen Schwerpunkt und gipfelte 2010 in der Stelle als Leiterin der Kunstvermittlung am Kunstmuseum Stuttgart, die ich bis zuletzt innehatte. Daneben übernahm ich Lehraufträge zum Thema Vermittlung am Kunsthistorischen Institut der Universität Tübingen und an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und war Mentorin bei der MFG Baden-Württemberg“, erläutert die neue Leiterin des Deutschen Uhrenmuseums. „Ich freue mich sehr auf die neue Tätigkeit“, unterstreicht Deisenberger.

„Großes Potenzial“

„Das Deutsche Uhrenmuseum Furtwangen verfügt über eine bedeutende und umfangreiche Sammlung zur Uhrmacherei und ist zudem Teil der Hochschule Furtwangen. Hier sehe ich für die Zukunft ein großes Potenzial und es ist mir ein großes Anliegen, das Museum verstärkt über Projekte mit den einzelnen Fachbereichen der Hochschule zu verknüpfen. Kooperationen mit anderen Museen, aber auch Schulen und Kindergärten aus der Region werden wichtige Grundlagen meiner Arbeit am Deutschen Uhrenmuseum Furtwangen sein“, so Deisenberger weiter.

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Tourismus und Wissenschaft sind keine Gegensätze

Der Schwarzwaldtourismus erfährt seit einigen Jahren regen Zuspruch. Diese Entwicklung gilt es auch für das Uhrenmuseum positiv zu nutzen. „Wissenschaft und Tourismus bilden meines Erachtens keine Kluft, sondern bedingen einander und werfen Fragen der Vermittlung auf. Eine Herausforderung, der ich mich in Zukunft gerne stelle“, so Nicole Deisenberger.

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„Auch das Thema digitale Medien und Social Media werden verstärkt in den Blick zu nehmen sein. Wichtig ist mir auch die Arbeit mit dem ganzen Team des Uhrenmuseums Furtwangen. Es gilt, alle Mitarbeitenden für Fragen der Vermittlung und Besucherorientierung zu sensibilisieren. Unsere Besucher sollen aus unserem Museum ein positives Erlebnis mit nach Hause nehmen und gerne wiederkommen“, so die neue Museumsleiterin. Das Besondere an der Furtwanger Sammlung: Das Museum zeigt neben kostbaren Raritäten gleichberechtigt alltägliche Uhren.

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Für diesen großen Schritt im Bereich Digitalisierung wurde auch die coronabedingte Schließungszeit genutzt. Wenn das Museum bald wieder öffnen kann und für nationale wie auch internationale Gäste wieder zugänglich ist, soll dem Bereich Touristik und Marketing große Bedeutung zukommen, auch durch neue Touristik-Verbünde im Bereich Hochschwarzwald, so die HFU abschließend.