Die Seniorenheime in Furtwangen und Vöhrenbach bereiten sich auf die Corona-Impfungen vor. Während die Bereitschaft für eine Impfung bei den Heimbewohnern hoch ist, fällt diese bei den Mitarbeitern deutlich geringer aus.

Exakter Termin noch offen

Ein genauer Impftermin ist zwar noch nicht bekannt, so der Leiter des Altenheims St. Cyriak in Furtwangen, Peter Baake. Doch man möchte vorbereitet sein. So seien an alle Bewohner beziehungsweise deren Betreuer sowie auch an die Mitarbeiter des Pflegeheims die entsprechenden Formulare verteilt worden, die für das Impfen vorliegen müssten. Außerdem teilten die Hausärzte mit, ob für den einen oder anderen Bewohner ein Ausschlussgrund für das Impfen vorliege. Die Impfbereitschaft liege bei den Bewohnern bei circa 95 Prozent, bei den Mitarbeitern bei etwa 50 Prozent, so Baake.

Das Pflegeheim St. Cyriak setzt auch auf Schnelltests, um den Corona-Virus fernzuhalten. Bild: Jürgen Liebau
Das Pflegeheim St. Cyriak setzt auch auf Schnelltests, um den Corona-Virus fernzuhalten. Bild: Jürgen Liebau

Aufklärungsarbeit gefordert

Die Korian-Gruppe, zu der auch der Luisenhof in Vöhrenbach gehört, berichtet von einer „sehr hohen“ Impfbereitschaft bei den Bewohnern. Wobei Pressesprecherin Tanja Kurz anmerkt, dass die Impfbereitschaft bei den Mitarbeitern darunter liege. Es gebe welche, „die erst noch ein bisschen abwarten wollen.“ So gebe es bei manchen Befürchtungen, der Impfstoff könne ins Erbgut eingreifen. Das mache gerade junge Mitarbeiterinnen, die eventuell einen Kinderwunsch hätten, „ein bisschen vorsichtiger“. Hier sei Aufklärungsarbeit gefordert, sei es von ärztlicher Seite oder von den Verantwortlichen in den Heimen, aber auch von Seiten der Wissenschaft, Politik und der Medien. Im Luisenhof in Vöhrenbach habe es zwar noch keine Impfung gegeben.

Noch steht kein Impftermin fest. Doch im Luisenhof laufen die Vorbereitungen. Bild: Korian
Noch steht kein Impftermin fest. Doch im Luisenhof laufen die Vorbereitungen. Bild: Korian

Keine gravierenden Nebenwirkungen bekannt

Aber deutschlandweit gebe es Heime der Korian-Gruppe, die schon Erfahrung damit sammeln konnten. Der Pressesprecherin sind „keine gravierenden Nebenwirkungen“ bekannt. Vielleicht schmerze es einmal um die Einstichstelle, das kenne man auch von Grippeimpfungen. Sie wisse aber von keinem Bewohner oder Mitarbeiter, der seine Entscheidung, sich impfen zu lassen, bereut habe. Kurz geht davon aus, dass, wenn andere die Impfung gut vertragen haben, sich dann auch Skeptiker vermehrt impfen lassen.

Sicherheit mit Schnelltests

Der Luisenhof hatte in den vergangenen Monaten einen Corona-Ausbruch, bei dem sich etliche Mitarbeiter und Bewohner infiziert hatten. Mittlerweile sei die Einrichtung wieder „Covid-frei“ und für Besucher geöffnet. Die Sicherheit werde mit Hilfe von Schnelltests für Besucher und Mitarbeiter erhöht.

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Wann es denn soweit ist, dass auch im Luisenhof geimpft wird, konnte Kurz nicht sagen. Die Einrichtung habe darauf keinen Einfluss. Der Impftermin werde zugewiesen. Es gelte jedoch, die Vorarbeit zu leisten. Und das werde im Luisenhof in Vöhrenbach auch gemacht.

Für Besucher gelten strenge Vorschriften

Die Schnelltests sind auch im Pflegeheim St. Cyriak in Furtwangen ein wichtiges Mittel geworden, um dem Virus Einhalt zu gebieten. „Für einen Besuch im Pflegeheim ist es erforderlich, einen negativen Antigen-Schnelltest vorweisen zu können und während des Aufenthaltes in der Einrichtung eine FFP2-Maske zu tragen“, erklärt Peter Baake. Seit einigen Tagen werde in der Zeit von 15 bis 16 Uhr jeder Besucher getestet, bevor der Besuch angetreten werde. Die Besuchszeiten seien seit Ende des vergangenen Jahres nachmittags von 15 bis 17 Uhr. Wobei der Besuch nur einer Person für einen Bewohner möglich sei.

Häufige Tests

Der Besuch finde im Zimmer des Bewohners statt. „Wir testen alle Mitarbeiter, auch die der Fremdfirmen in unserem Haus, zwei Mal pro Woche.“ Derzeit gebe es keine Corona-Infektion in der Einrichtung, weder bei Bewohnern, noch bei Mitarbeitern.

Impfen hat im Schwarzwald-Baar-Kreis begonnen

Soweit Baake bekannt ist, arbeitet das Landratsamt intensiv an einem reibungslosen Ablauf der Impfung in den Pflegeeinrichtungen. Dazu sei ein eigenes Impfzentrum mit einem eigenen Impf-Team organisiert worden. Von diesem Impfzentrum erfolge die Vergabe für die Impftermine in den Pflegeeinrichtungen.

Terminvereinbarungen ab 19. Januar

Währendessen hat das Impfen im Schwarzwald-Baar-Kreis begonnen. So hatte ein mobiles Impfteam aus Offenburg am Donnerstag in einem Altenpflegeheim in Hüfingen geimpft. Das Kreisimpfzentrum im Schwarzwald-Baar-Kreis in der Tennishalle in Schwenningen soll dann am Freitag, 22. Januar, an den Start gehen. Eine Terminvereinbarung für eine Corona-Impfung sei ab Dienstag, 19. Januar, möglich, heißt es von Seiten des Landratsamtes.