Die zweite Auflage des virtuellen Tags der Medien der Fakultät Digitale Medien fand kürzlich an der Hochschule Furtwangen statt. Bereits im Juli hatte dieses Format starken Anklang gefunden. In diesem Semester wurden die Besucherzahlen noch einmal deutlich übertroffen.

100 Abschlussarbeiten und 39 Projekte

Neben knapp 100 Abschlussarbeiten präsentierten Studierende im Rahmen der Werkschau der Fakultät Digitale Medien 39 Projekte aus dem Wintersemester, Arbeiten aus Lehrveranstaltungen sowie freie Arbeiten.

Besucher hielten mehrere Stunden durch

Auf besonders großes Interesse stießen erneut die Live-Präsentationen der Studienprojekte. Mit durchschnittlich 40 Personen waren sie in diesem Semester fast doppelt so gut besucht wie im letzten. Erstaunlich dabei: Viele Besucher – auch fakultätsexterne – hörten und schauten sich über mehrere Stunden hinweg fast alle Präsentationen an. Und auch die Thesispräsentationen waren nach ersten Rückmeldungen gut besucht. Die Fakultät zeigt sich sehr zufrieden mit der Umsetzung und vor allem mit der Annahme dieses Corona-bedingten, neuen virtuellen Formats.

Zufrieden mit dem Format

„Wir haben eine erheblich höhere Reichweite, und es ist für Interessierte – seien es Schüler, Unternehmensvertreter oder Alumni – wesentlich einfacher, den Tag der Medien online zu besuchen, als wenn sie dafür nach Furtwangen kommen müssten“, erläutert Professor Martin Aichele, Dekan der Fakultät Digitale Medien. Für das nächste Semester solle dieses Format erst einmal beibehalten werden. Wie es in der Zeit „nach Corona“ weitergehe, müsse noch entschieden werden.

Denkbar sei eine Hybridveranstaltung, denn dauerhaft wolle die Fakultät nicht auf den face-to-face-Kontakt verzichten, der für eine Werkschau und die Fakultätskultur eben auch enorm wichtig sei.

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Fakultätspreise

Im Anschluss an den Tag der Medien wurden auch wieder die Fakultätspreise verliehen: Den Preis für interaktive Medien gewannen Jonas Haller, Andreas Rau, Arthur Zich, Bilel Pfannagel, Honas Kern, Michael Lorens, Rowen Craik, Salome Dieterle und Sascha Lautenschläger. Sie hatten im Gamedesign Workshop bei Professor Jirka Dell’Oro-Friedl ein Multiplayer-Computergame entwickelt, das sich mit dem Thema Faschismus auseinandersetzt. Ziel des Spiels, das auf Grundlage wissenschaftlicher Recherche entstand, ist es, Spieler für faschistische Tendenzen und Strukturen im realen Umfeld und in den sozialen Medien sowie für ihre eigene Rolle in diesem Zusammenhang zu sensibilisieren. Neben der Umsetzung würdigte die Jury insbesondere den Mut der Studierenden, sich an dieses politisch heikle und aktuelle Thema heranzuwagen.

Preis für klassische Medien

Der Preis für klassische Medien wurde für das Design eines im Rahmen des Projektstudiums von Fabian Geyer, Lisa Willbold, Daniel Böttcher, Leandro Knecht, Felix Kölle und Vivian Wolf entwickelten Games vergeben. Sie hatten sich zum Ziel gesetzt, möglichst nah an die visuelle Qualität einer AAA-Produktion heranzukommen. Unter Leitung von David Lochmann gelang den Studierenden eine bemerkenswerte Gestaltung. Vor allem die sehr hochwertig gestaltete Visualisierung der düster gehaltenen Räume und der Hauptperson bis in kleinste Details überzeugte die Jury.

Publikumspreis

Beim Publikumspreis herrschte wieder Leichtigkeit: Die Projektgruppe „Slapstickmovie“ unter Leitung von Professor Christian Fries setzte sich mit den Techniken und Methoden des Slapsticks auseinander. Nachdem unzählige Slapstickfilme und -clips analysiert worden waren, begann die Gruppe, eigene Sketche und Szenen zu schreiben. Als dann aber das Konzept stand und der Dreh beginnen sollte, kam der Lockdown. Die Gruppe disponierte kurzerhand um und schaffte es, trotz aller neuen Herausforderungen, einen einstündigen Film zu erstellen, der sich sehen lassen kann. Die Besucher des Tags der Medien würdigten diese Leistung mit 29 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Am 29. Juni 2021 findet der nächste Tag der Medien auf hs-furtwangen.de/tagdermedien statt. Wer den Tag der Medien verpasst hat, kann sich die Arbeiten auf der Website noch bis Ende Juni anschauen.