Die Bergsteigergruppe Furtwangen in der Sektion Schwarzwald des Deutschen Alpenvereins (DAV) konnte nach der über drei Monate langen Corona-Pause die zweite Wanderung im Jahresprogramm in Angriff nehmen. Die aus 18 Personen bestehende Gruppe teilte sich am Start bei der Festhalle in Laiz bei Sigmaringen in zwei Gruppen auf und wanderte unter Führung von Christa und Bruno Schätzle mit genügend Abstand auf dem aussichtsreichen Kloster-Felsenweg.

Zum Amalienfelsen

Zuerst ging es aus dem Ort Laiz entlang der Donau zum Amalienfelsen, auf dem die Teilnehmer über der 30 Meter tiefer liegenden Donau standen und einen ersten Überblick über die Gegend genossen. Von dort war auch schon das nächste Ziel, die Teufelsbrücke, zu entdecken. Über diese schwankende Hängebrücke erreichten die Wanderer die über dem gegenüberliegenden Ufer gelegene ­Eremitage, eine kleine Kapelle, die aber geschlossen war.

Sehenswerter Kräutergarten

Nach kurzer Pause wanderte die Gruppe zum Kloster Inzigkofen, das der Tour den Namen gab. Vergeblich gesucht wurde von einigen Teilnehmern, besonders den Männern, ein Biergarten für eine kleine Erfrischung, aber der Großteil der Gruppe, überwiegend Frauen, besichtigte den sehenswerten Kräuter­garten. Begleitet von ein paar Regentropfen spendierte der Tourenwart dann unter einem Kastanienbaum ein Kloster-Wässerle, und daraufhin ging es vorbei an den ­Inzigkofer Grotten und ­wieder entlang der Donau zum stillgelegten Bahnhof von Inzigkofen.

Verirrten Felsblock

Über die Landesstraße hinweg hieß es aufzusteigen zum Gebrochen Gutenstein, bei dem eine Übung der Sigmaringer Bergwacht zu beobachten war. Anschließend standen die Wanderer dann auf dem bei den Felskletterern bekannten Aussichtsfelsen. Am folgenden Zigeunerfels legten sie eine weitere Rast ein, bevor es durch das Schmeiental hinauf ging zum Erratischen Block, einem verirrten Felsblock aus Gneis in diesem Kalkfelsgebiet.

Wanderer werden nass

Kurz vor Erreichen des Ziels der interessanten Rundtour kam die Gruppe in ein Gewitter mit Platzregen und Starkwind. Kurz untergestellt und ausgestattet mit Regenschirm oder Anorak war der ein oder andere mehr oder weniger nass bei den Autos angekommen. Ohne langes Zögern fuhr die Gruppe ins benachbarte Dietfurt, im Gasthaus „Mühle“ hatte der Tourenführer einen Platz reserviert. Nach 17 gewanderten Kilometern in fünf Stunden bei 400 Höhenmetern wurden die Bergsteiger bestens versorgt. Allerdings musste das Gasthauspersonal erst noch die Schäden des Unwetters beseitigen.

Bergsteigerecke am 1. Juli

Der Tourenwart der Gruppe, Robert Duffner aus Schonach, dankte dem Ehepaar Schätzle für die schöne Tour in neuer, unbekannter Gegend und übergab den gesammelten obligatorischen Beitrag. Mit der Hoffnung auf weitere Aktivitäten auch von anderen Tourenführern im Jahresprogramm, das durch gestrichene Bergwanderungen wegen Corona sehr ausgedünnt ist, verwies der Tourenwart noch auf die nächste Bergsteigerecke heute, Mittwoch, 1. Juli, ab 20 Uhr im Gasthaus „Bad“ in Furtwangen, bei der Hansjörg Hall sein beliebtes und mit Spannung erwartetes Bilderquiz zeigen wird. Mitgebracht werden sollte ein kleines Präsent, damit nicht nur der beste Kenner von Schwarzwald und Alpen einen Preis erhält. Auch Nichtmitglieder sind willkommen.

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