Das Skiinternat Furtwangen und die Sparkasse Schwarzwald-Baar haben Emilie Behringer als ­Eliteschülerin des Sports ausgezeichnet. Die 19-jährige Biathletin aus Todtmoos hat sich die Auszeichnung sowohl durch sportliche als auch durch schulisch herausragende Leistungen verdient.

Besondere Auszeichnung

„Diese Auszeichnung ist etwas Besonderes, weil hier die Kombination von Sport, Schule und Persönlichkeit im Fokus steht“, unterstrich Jürgen Willrett, stellvertretender Leiter des Olympiastützpunkts in Freiburg, die Bedeutung ­dieser Auszeichnung.

Perfekte Lösung

Für Emilie Behringer war das Skiinternat die perfekte Lösung, um Schule und Leistungssport unter einen Hut zu bringen. Mit elf Jahren hat Emilie mit dem Biathlon begonnen. „Aber irgendwie sind sich Schule und Sport immer im Weg gestanden.“

Bronzemedaille errungen

Erst mit dem Wechsel auf das Skiinternat ließen sich schulischer Anspruch und sportlicher Ehrgeiz optimal miteinander verbinden. „Hier war alles ganz einfach“, blickt sie auf die vergangenen vier Jahre in Furtwangen zurück. Ihren bisher größten sportlichen Erfolg feierte sie im vergangenen Jahr, als sie bei den Biathlon-Jugend- und Juniorenmeisterschaften in Lenzerheide in der Staffel die Bronzemedaille gewann.

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„Die Auszeichnung Elitesportlerin des Jahres bekommt man vermutlich nur einmal im Leben“, sagte Bernhard Stiefel, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Schwarzwald-Baar, als er der jungen Athletin die Urkunde überreichte. Die Sparkassen-Finanzgruppe fördert die Eliteschulen des Sports konkret durch die Verbesserung von sportlichen Rahmenbedingungen, etwa Trainings- und ­Wettkampfprojekte. Auch unterstützt das Geldinstitut die bessere Vereinbarkeit von Schule und Leistungssport, ­etwa durch individuellen Zusatzunterricht.

Immer ein Plan B

„Es ist Bestandteil unseres Konzepts, immer einen Plan B zu haben“, sagte Stiefel. Ein Backup sei wichtig. Er sprach auch die berufliche Zeit nach einer sportlichen Karriere an. Ehemalige Spitzensportler seien in der Wirtschaft sehr gefragt, weil sie einen großen Vorteil haben. „Sie können sich auf den Punkt fit machen.“ Die Sparkasse unterstützt das Skiinternat Furtwangen mit 7000 Euro.

An die Spitze zurückgekämpft

Wie Internatsleiter Niclas Kullmann sagte, habe bei der Entscheidung für die Auszeichnung von Emilie Behringer zur Elitesportlerin des Jahres, bei der zwei Sportler zur Wahl standen, auch die Tatsache beigetragen, dass sie sich nach einer verletzungsbedingten Pause wieder an die Spitze zurückgekämpft hat. Angesichts eines solchen Ehrgeizes mache sich Kullmann sowie Walter Belser, Geschäftsführer der Ski­internat Furtwangen Baden-Württemberg GmbH, „um Dich keine Sorgen. Du wirst deinen Weg gehen“.

Grundstein für mögliche Topkarriere

Mittlerweile hat Emilie Behringer, die am Montag die letzte schriftliche Prüfung für ihr Abitur abgelegt hat, das sie so gut wie sicher mit einer eins vor dem Komma bestehen wird, das Ski-Internat verlassen. „Ich trainiere jetzt im Trainingszentrum in der Profigruppe von Roman Böttcher“, erzählte die Leistungssportlerin. Und sie versprach, nicht zu vergessen, wo sie den Grundstein für ihre möglicherweise Topkarriere als Spitzenbiathletin gelegt bekommen hat. „Das werde ich ganz sicher nicht.“

Am Skiinternat in Furtwangen waren schon zahlreiche Weltklassesportler, darunter die Skispringer Martin Schmitt und Sven Hannawald, die noch aktiven nordischen Kombinierer Fabian Rießle und Manuel Faißt sowie die Skilangläuferin Stefanie Böhler.