Im Auftrag der Stadt Furtwangen gab es erste Überlegungen und Vorplanungen zu einem Radweg über den Hinterschützenbach und bis zur Escheck. Nach den Radwegen von Schönenbach nach Rohrbach sowie entlang der Südtangente stellte Diplom-Ingenieur Volker Röhl vom Ingenieurbüro Greiner damit noch eine dritte Route vor.

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Dieses Projekt liegt laut Bürgermeister Josef Herdner „noch in der Ferne“. Bereits 2015 wurden Gespräche geführt, nachdem für Strom und Gas aus Richtung Schönwald eine neue Leitung gelegt werden soll. Dabei ging es auch um Überlegungen, auch gleich Wasser und Abwasser im Hinterschützenbach zu verlegen. Aktuell sind nun Gespräche mit dem Regierungspräsidium geplant, ob ein solcher Radweg entlang der Bundesstraße 500 realisierbar wäre. Wie bei den beiden anderen Radwegen entlang von Landstraßen, wäre dann der Bund als Betreiber der Straße für Bau und Unterhalt des Radweges zuständig.

Sportliche Herausforderung

Die Planung betraf den Abschnitt vom Ortsausgang Furtwangen bis zur „Birke“ links von der Straße in Fahrtrichtung Schönwald. Von dort sollte der Weg über die alte Straße auf die Escheck führen und damit die Weiterfahrt nach Schönwald ermöglichen. Dieser Abschnitt wäre allerdings, so Volker Röhl, mit Steigungen von bis zu 15 Prozent auf einem Kilometer für die Radfahrer eine „sportliche Herausforderung“.

Nächste Schritte

Auch wenn die Planungen dafür schon länger laufen, muss das Projekt nun zügig angegangen werden. Das wurde in der Sitzung deutlich. Nur dann könnten die Synergien durch die Verlegung von Strom und Gas durch die EGT vom Gasthaus „Birke“ bis zum Ortseingang genutzt werden. In seiner Präsentation stellte Volker Röhl die angedachte Trasse anschaulich dar. Als nächste Schritte stehen die Vermessung des Geländes, Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern, Abstimmungen mit dem Regierungspräsidium, Natur- und Gewässerschutz, Detailplanungen für Strom, Gas, Wasser, Abwasser und Glasfaser an. Dann erst können Genehmigungsplanung und Ausführungsplanung folgen.

Es gibt Probleme

Eine Realisierung dieses Radweges bereits 2022 ist nach Einschätzung von Volker Röhl machbar. Gewisse Probleme bereiten der vorgeschriebene Mindestabstand und die Mindestbreite des Radweges vor allem im Bereich der verschiedenen Anwesen und Hofzufahrten. Bei den Engstellen auf der Höhe von Anwesen brauche es auf jeden Fall Lösungen – indem beispielsweise der Radweg an dieser Stelle etwas schmaler gebaut oder kurzzeitig der vorgeschriebene Abstand zur Bundesstraße unterschritten werde, sagte Bürgermeister Josef Herdner.

Nach Herdners Einschätzung sind nun Gespräche für eine entsprechende Kostenzusage des Regierungspräsidiums notwendig. Die Mittel für solche Radwege seien auf jeden Fall beim Bund vorhanden. Die Gesamtkosten werden laut Volker Röhl erst bei der Genehmigungsplanung berechnet.