Der Aufruf der Stadtverwaltung Furtwangen zum Nähen von Mund- und Nasenschutzmasken ist nach eigenen Angaben auf große Resonanz gestoßen. Da sich noch mehr Näher an dieser Aktion beteiligen möchten, bittet die Stadtverwaltung um Materialspenden.

Material im Rathaus abgeben – oder abholen

Wer Baumwollstoffe und Draht zur Verfügung hat, kann dies Werktags von 9 bis 12 Uhr im Rathaus abgeben. Die Baumwollstoffe sollten unbedingt bei 60 Grad waschbar sein. Weiterhin können ebenfalls Werktags von neun bis zwölf Uhr im Eingangsbereich des Rathauses Nähanleitungen – und so lange vorrätig – auch Materialien abgeholt werden.

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Fertige Masken werden wiederum im Rathaus entgegengenommen und schließlich an die örtlichen Einrichtungen verteilt. Die digitale Nähanleitung ist darüber hinaus auf der Homepage der Stadt zu finden: www.furtwangen.de.

Der Aufruf der Stadt Furtwangen zum Nähen von Schutzmasken ist auf große Resonanz gestoßen. Im Eingangsbereich des Rathauses (Bild) können Materialien für den Mundschutz abgegeben oder auch gemeinsam mit einer Nähanleitung abgeholt werden.
Der Aufruf der Stadt Furtwangen zum Nähen von Schutzmasken ist auf große Resonanz gestoßen. Im Eingangsbereich des Rathauses (Bild) können Materialien für den Mundschutz abgegeben oder auch gemeinsam mit einer Nähanleitung abgeholt werden. | Bild: Stadtverwaltung

Ärzte und Apotheker unterstützen Aktion

Nicht nur die Stadtverwaltung, sondern auch Furtwanger Ärzte und Apotheker unterstützen die Aktion. Das Tragen einer selbstgenähten Maske sei jedoch nicht als Eigen-Schutz vor Ansteckung zu misszuverstehen, mahnte kürzlich der Berliner Virologe Christian Drosten. Vielmehr könnten Infizierte ihre Mitmenschen vor Ansteckung schützen und damit die Infektionsrate verringern. „Dafür kann eine solche Maske durchaus nützlich sein“, so der Fachmann.

Masken schützen andere vor Ansteckung

Drosten spricht von einer „Höflichkeitsgeste“, die er sehr befürwortet. Gerade während der Inkubationsphase wird das Virus auch von Menschen weiter gegeben, die keine Symptome haben und daher nichts von ihrer Infektion ahnen. In Österreich ist das Tragen von Schutzmasken beim Einkaufen inzwischen Pflicht.

Maske soll ein Statement sein für Solidarität

In Furtwangen geht man andere Wege: Hier soll das Masken-Tragen nach der Vorstellung der Initiatoren ein modisches Statement für Solidarität mit den Schwächeren sein. Einige Masken sind in der Apotheke am Markt gegen eine Spende erhältlich.

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