Ein weißes Kleid, wenn auch noch recht dünn, hat der Winter in der Nacht auf Dienstag übers Land gelegt. Die Mitarbeiter der Technischen Dienste in Furtwangen waren gut vorbereitet. So waren Mitarbeiter des Bauhofs Dienstagnacht bereits ab 4 Uhr unterwegs, um den Schnee auf den Straßen Furtwangens zu räumen, informiert der Leiter der Technischen Dienste, Norbert Wiehl. Auch etliche Subunternehmer seien zum Streuen oder mit Schmalspurgeräten im Einsatz gewesen, außerdem mit einem oder zwei Schneepflügen.

Zum Start vor allem Bauhof-eigene Fahrzeuge im Einsatz

Doch beim ersten Schnee stünden viele Schneepflüge der Subunternehmer noch auf der Baustelle. Bei mehrtägigem Schneefall würden diese Fahrzeuge dann ebenfalls eingesetzt. „Jeder hat seine Strecke“, erklärt Wiehl die Verteilung der Gebiete, wo die Unternehmer oder der Bauhof den Winterdienst ausüben. Zumindest gilt das für Zeiten mit längerem Schneefall. Jetzt zum Winterstart am Dienstag seien vor allem die Räumfahrzeuge des Bauhofs im Einsatz gewesen.

Norbert Wiehl.
Norbert Wiehl. | Bild: Reutter

Demografischer Wandel

Die Bevölkerung werde zunehmend älter, und den Leuten falle es vermutlich schwerer, den vom Winterdienst zur Seite gefahrenen Schnee wieder vom Gehweg oder der Einfahrt vor ihrem Haus zu entfernen. Wiehl hat hierfür Verständnis, meint aber auch, irgendwo müsse der Schnee ja hin. Wenn es kritisch sei, leiste der Bauhof beim Räumen Hilfe. Aber diese Unterstützung könne ja nicht bei allen gewährt werden. Außerdem: Wenn es richtig schneie und zur Sache gehe, könne der Winterdienst überall „nur das Nötigste“ machen.

Problematisch sei in manchen Straßen der Räumdienst auch wegen parkender Fahrzeuge. Dieses Problem werde derzeit gemildert, weil wegen der Pandemie viele Studenten nicht vor Ort seien und es damit auch weniger Fahrzeuge in der Stadt gebe.

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Entwarnung gibt auch erst mal der Wetterbericht, der die nächsten Tage Sonnenschein und eventuell etwas Regen ansagt, erst ab Freitag könnte wieder leichter Schneefall einsetzen. Doch Glatteis sei, gerade bei Regen, auch derzeit möglich, so Wiehl. Aber darauf ist der Bauhof vorbereitet. So könne bei Bedarf präventiv am Vorabend gesalzen werden. „Damit ist die Gefahr von Glatteis einigermaßen gebannt.“

Splitt macht viele Probleme

Von Splitt hält er nicht viel. Im Vergleich zum Einsatz von Salz und Sole sei Splitt umweltschädlicher. Dabei nennt er gleich mehrere Nachteile: Splitt müsse in größerer Menge ausgebracht werden, bleibe auf Straßen und Gehwegen liegen, das sei für Autofahrer und Fußgänger problematisch. Wieder aufgesammelt müsse der Splitt als Sondermüll entsorgt werden. Außerdem gingen die Steinchen in die Kanäle. Schon viele Jahre verzichte Furtwangen deshalb auf Splittstreuung.

So wirkt sich Corona aus

Hat die Corona-Pandemie irgendwelche Auswirkungen auf den Winterdienst? Bislang keine, meint Wiehl auf diese Frage, verweist allerdings darauf, dass einer der 16 Mitarbeiter des Bauhofs derzeit in häuslicher Quarantäne sei. Grund sei, dass der Betroffene Kontaktperson einer mit Corona infizierten Frau sei. Wiehl hofft natürlich, dass die Pandemie nicht weitere Lücken in den Mitarbeiterstamm reißt.