Groß war im Altenheim St. Cyriak der Wunsch nach einer WLAN-Anlage für die Bewohner. Doch die Anschaffung einer solchen scheiterte lange an den Kosten. Nun sprang die Bürgerstiftung in die Bresche und machte es möglich, dass die Senioren auch mit Freunden und Familienmitgliedern kommunizieren können, für die ein direkter Besuch nicht so einfach ist. Bei der offiziellen Übergabe der Anlage erinnerte der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Fritz Funke, daran, dass alle an der Pandemie-Situation leiden würden. Doch bei denen, die auch zuvor schon durch verschiedene Handicaps belastet waren, sei auch noch Einsamkeit dazu gekommen, meinte er im Blick auf die Heinbewohner.

5000 Euro von Bürgerstiftung

Um hier Abhilfe zu schaffen, habe die Bürgerstiftung an die 5 000 Euro bereitgestellt, um eine Verbindung nach Außen zu ermöglichen. Dafür habe man auf Mittel zurückgreifen können, die von Mitarbeitern sowie Lehrkräften der Hochschule Furtwangen im Zuge einer Corona-Hilfe gesammelt worden seien. Weiteres Geld sei aus einer Spende im Andenken an die verstorbene Lore Dorer geflossen. Zudem habe man noch in die eigene Kasse gegriffen. Nun sei man froh, dass die Anlage installiert sei und den Senioren zur Verfügung stehe. Funke dankte allen Spendern und hob auch das Engagement von Rainer Lübbers hervor, der als Verbindung zwischen Bürgerstiftung und Altenheim fungiere und das Anliegen des Heims vorgetragen habe.

Lange nach Firma gesucht

Altenheimleiter Peter Baake dankte der Bürgerstiftung herzlich. Natürlich nutze die Heimverwaltung bereits eine WLAN-Anlage für die Büros und die Arbeit. Eine solche für Bewohner sei zwar lange geplant gewesen, doch war der Aufwand für eine Installation groß, etwa weil Leitungen durch Betonwände hindurch verlegt und dabei der Brandschutz beachtet werden musste. Es habe auch lange gedauert, bis man eine Firma für den Einbau gefunden habe, heißt es. Rainer Lübbers habe jedoch Druck gemacht und am Ende sei es nun auch etwas geworden. Die Anlage stehe auch Gästen zur Verfügung. Baake zeigte sich überzeugt, dass künftig mehr und mehr Altenheimbewohner den Internetzugang nutzen würden.

Drei Bewohner haben Tablets

Pflegedienstleiterin Nicola Passow erläuterte, Tablets würden nicht nur privat, sondern auch in der Betreuung eingesetzt, etwa für Gedächtnisspiele. Ansonsten sei das größte Problem die Bedienung der Geräte. Drei Bewohner würden über eigene Tablets verfügen.

Alle sind zweimal geimpft

Peter Baake berichtete erleichtert, dass mittlerweile alle Bewohner bereits zum zweiten Mal geimpft seien und dass Mitarbeiter täglich getestet würden. Auch Besucher müssten sich erst einmal testen lassen, bevor sie ihre Angehörigen sehen könnten. Dafür sei der Empfang mit fünf oder sechs Ehrenamtlichen besetzt, für deren Einsatz er sehr dankbar sei, meinte Baake. Auch zwei Bundeswehrsoldaten seien noch bis Mitte März im Heim im Einsatz. Baake meinte, der erhebliche coronabedingte Mehraufwand könne geltend gemacht werden. Dezember und Januar habe man bereits abgerechnet und nach zwei Wochen seien die Mittel bereits ausbezahlt worden. Zur Zeit sind von den 96 Heimplätzen 94 belegt. Dass nicht alle Plätze belegt sind, rührt daher, dass zwei Zimmer erst noch für einen Neubezug gerichtet werden müssen. Es gebe eine Warteliste für Interessenten.