Die Planungen für drei Radwege wurden im Technischen Ausschuss des Furtwanger Gemeinderates vorgestellt. Von besonderem Interesse ist der Radweg von Schönenbach nach Rohrbach, denn voraussichtlich erfolgt über die Trasse auch die Anbindung von Rohrbach an das Breitband-Netz.

Land trägt die Kosten

Diplom-Ingenieur Volker Röhl vom Ingenieurbüro Greiner präsentierte die Pläne. Zuständig für den Bau dieses Radweges sei eigentlich das Land Baden-Württemberg. Nach einer Absprache mit dem Regierungspräsidium habe die Stadt Furtwangen Planung und Bau dieses Radweges übernommen. Die Kosten würden aber vom Land getragen. Der Radweg wird dann an das Land übergeben, das in der Folge auch für den Unterhalt und den Winterdienst dieses Weges zuständig ist.

Drei Kilometer lang, 2,50 Meter breit

Von der Kreuzung mit der Landstraße in Schönenbach beim ehemaligen Gasthaus „Sonne“ bis zum Ortseingang Rohrbach hat der Radweg eine Länge von etwa drei Kilometern und eine Breite von 2,50 Meter. Für die Fahrer sei der Weg, so Volker Röhl, recht angenehm mit einer Höhendifferenz von 52 Metern und einer durchschnittlichen Steigung von 1,8 Prozent, an steileren Stellen bis knapp fünf Prozent. Zu klären seien für den Bau zum einen die Eigentumsverhältnisse, wozu schon die entsprechenden Vorgespräche stattgefunden hätten. Genau beachtet werden müssten außerdem die verschiedenen Schutzgebiete. Ein anderer Aspekt sei der Rohrbach selbst im Tal und auch die Topographie.

Rohrbach wird stellenweise in altes Bett zurückverlegt

Der Bach solle stellenweise wieder in sein altes Bachbett zurückverlegt werden, was auch als Ausgleichsmaßnahme gewertet werde. Dabei habe sich herauskristallisiert, dass der Radweg sich möglichst an der vorhandenen Landstraße orientieren soll. Ein Mindestabstand müsse aber eingehalten werden. Schwierige Stellen seien hier beispielsweise Hofzufahrten. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Mitverlegung von Gas und Strom sowie Breitband. Damit werden im Untertal die Strommasten künftig entfallen.

Leerrohre für Breitband sollen in Trasse verlegt werden

Und vor allem wäre der Anschluss von Rohrbach an das Breitbandnetz gesichert. Hier geht es allerdings nur um die Leerrohre, der eigentliche Anschluss der Glasfaser muss dann vom Zweckverband geplant und durchgeführt werden.

Grundstücksverhandlungen noch dieses Jahr

Nach Einschätzung von Volker Röhl könnten in diesem Jahr noch die Grundstücksverhandlungen geführt werden. Die Abstimmung mit dem Regierungspräsidium, Naturschutz und Wasserwirtschaft sind zu beachten. Auf die Trassenplanung für Strom und Gas folge die Genehmigungsplanung. Eine Realisierung des Radweges wäre damit 2022 möglich.

Kosten für schwierige Maßnahme noch nicht geschätzt

Noch nicht geklärt, so Volker Röhl auf Anfrage aus dem Ausschuss, seien allerdings die Kosten für dieses Vorhaben. Eine Kostenschätzung für die schwierige Maßnahme werde erst im einem späteren Schritt erfolgen.

Schließlich stellte Volker Röhl auch noch den Kreuzungsbereich in Schönenbach bei der ehemaligen „Sonne“ dar. Hier würde es wohl zwei Querungshilfen geben, ehe die Radler dann beim ehemaligen Schönenbacher Bahnhof den Bregtal-Radweg erreichen.