Neben dem Radweg von Schönenbach nach Rohrbach wurden im technischen Ausschuss des Furtwanger Gemeinderates (TUA) auch die Planungen für zwei weitere Radwege vorgestellt. Von besonderem Interesse dürfte der schon lange gewünschte und projektierte Radweg entlang der Südtangente sein. Ingenieur Karsten Zinger vom Ingenieurbüro Breinlinger in Tuttlingen informierte über die Planungen für diesen Radweg, die im Auftrag des Regierungspräsidiums erstellt wurden. Wie bei den anderen Radwegen nach Rohrbach und im hinteren Schützenbach führt auch diese Trasse entlang einer Landesstraße (L 173). In einem solchen Fall sei das Land Baden-Württemberg für Bau und Unterhalt des Radwegs zuständig, da dadurch auch die Sicherheit auf der Landstraße erhöht wird.

Pläne im Gemeinderat vorgestellt

Nach längeren Vorplanungen und Gesprächen hat nun das Ingenieurbüro eine entsprechende Planung erstellt und dem Furtwanger Gemeinderat präsentiert. Hier dreht sich alles um die Frage einer möglichen Realisierung. Bürgermeister Herdner machte deutlich, dass beim Regierungspräsidium für solche Projekte aktuell die Personaldecke sehr dünn sei, nachdem einige Mitarbeiter in ein anderes Unternehmen gewechselt seien. Daher sei es fraglich, ob das Regierungspräsidium in nächster Zeit in der Lage sei, diesen Radweg zu bauen.

Über einen Waldweg

Die Stadt werde sich daher mit dem Regierungspräsidium in Verbindung setzen und nach Möglichkeiten suchen, wie das Ganze, beispielsweise unter der Regie der Stadt Furtwangen, aber weiterhin finanziert vom Land Baden-Württemberg, realisiert werden könne. Wie Karsten Zinger ausführte, ist der Radweg geplant von der Carl-Diem-Straße bis zur Straße Auf dem Moos. Im ersten Abschnitt von der Carl-Diem-Straße weg führt der geplante Radweg gleich über die Hinterbreg und dann über den vorhandenen Waldweg bis auf die Höhe der Weibert-Mahler-Straße. Der nächste Abschnitt soll direkt an der Martin-Schmitt-Straße entlang bis zur Zufahrt Großhausberg führen. Hier ist allerdings noch keine Basis vorhanden, der Weg müsste komplett neu angelegt werden. Gespräche mit den Grundstückseigentümern liefen bereits.

Vorhandene Strecke wird ausgebaut

Ab der Kreuzung Großhausberg wird laut Planungen der bereits vorhandene Rad- und Fußweg genutzt, aber noch etwas ausgebaut. An einzelnen Stellen in allen drei Bauabschnitten, so Karsten Zinger, sind dabei Stützwände notwendig, da man mit dem Weg etwas in den Berg gehen und den Hang stützen müsse. Im ersten Abschnitt wird der Waldweg optimiert und auf eine Breite von 2,50 Metern ausgebaut. Entlang der Martin-Schmitt-Straße wird er drei Meter breit.

Über 800.000 Euro Kosten

Auch der dritte Bauabschnitt, der bestehende Fuß-Radweg unterhalb der Robert-Gerwig-Schule, muss verbreitert werden. Am Ende, so erläuterte Karsten Zinger, wird auch der jetzt vorhandene kleine Anstieg auf Höhe der Fußgängerampel genutzt. Insgesamt soll der Radweg durchgängig 2,5 bis drei Meter breit sein und 1285 Meter lang werden. Die Gesamtkosten sind mit 802.000 Euro kalkuliert.