Die schon mehrfach diskutierte Erweiterung des Bebauungsplanes „Wanne-Lochbauernhof-Hofbauernhof“ hat der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung beschlossen. Bei der Sitzung gab es Meinungsverschiedenheiten vor allem bezüglich der Straßenbreite, die für die Fraktion der UL zu groß war.

Dringend benötigte Bauplätze

Durch diese Änderung des Bebauungsplanes sollen am östlichen Ende des Schönenbacher Neubaugebietes zum früheren Hofbauernhof in einige neue Bauplätze entstehen, die in Schönenbach dringend benötigt werden.

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Vorgestellt wurden noch einmal einige Änderungen, die sich aus den Einwendungen und Diskussionen nach der Offenlegung der Pläne ergaben. So wurde nun für die Müllfahrzeuge am Ende der verlängerten Straße am Hofrain ein, allerdings verkleinerter, Wendehammer eingerichtet.

Trampelpfad-Problem führt zu Diskussionen

Zu Diskussionen führte ein existierender Trampelpfad für die Bewohner dieses Gebietes, der ausdrücklich erhalten bleiben soll. Dies sei aber, so Bürgermeister Josef Herdner, nicht sinnvoll. Denn mit der Einrichtung eines solchen Trampelpfades übernehme die Stadt auch die Verkehrssicherungspflicht. Selbst das übliche Schild „Benutzung auf eigene Gefahr“ biete hier keinen Schutz gegenüber eventuellen Ansprüchen.

Lieber nicht in den Bebauungsplan

Anja Siedle (FWV), zugleich Ortschaftsrätin in Schönenbach, plädierte allerdings auch im Namen des Ortschaftsrates für den Erhalt dieses Pfades für die Anwohner. Beispielsweise sei dieser stark genutzt von Schülern auf dem Weg zum Schulbus. Die Festschreibung in einem Bebauungsplan sei zu kritisch, so der Bürgermeister. Die Fraktionen CDU, FWV und SPD stimmten durchweg zu.

Vier Gegenstimmen und eine Enthaltung

Allerdings war die UL-Fraktion der Meinung, dass die Straßenbreite von 6,50 Meter auch beim Blick auf die Schneeräumung zu breit sei. 5,50 Meter würden reichen. Über diese Forderung wurde als eigenständiger Antrag abgestimmt und bei fünf Ja-Stimmen mit 13 Gegenstimmen abgelehnt. Der Bebauungsplan wurde mit 13 Ja-Stimmen bei vier Gegenstimmen und einer Enthaltung angenommen.