Abschied nach zehn Jahren im oberen Bregtal: Der Festgottesdienst zum Fest des Kirchenpatrons St. Cyriak in Furtwangen war das offizielle Ende des Wirkens von Pfarrer Paul Demmelmair als Leiter der Seelsorgeeinheit Bregtal.

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Pfarrer Demmelmair tritt aus gesundheitlichen Gründen den vorzeitigen Ruhestand an. Aufgrund der Corona-Pandemie und der entsprechenden Vorschriften konnte aber nicht wie eigentlich üblich eine offizielle Feier zu seiner Verabschiedung stattfinden. Der Abschied musste sich so auf ein paar wenige Grußworte im Rahmen des letzten Gottesdienstes von Pfarrer Demmelmair beschränken.

Gesang fällt aus

Demmelmair wies darauf hin, dass nicht einmal alle für „diesen außergewöhnlichen Gottesdienst“ zugelassen werden, die eigentlich kommen wollten. Auch der Gemeindegesang ist aktuell wegen Corona nicht möglich, die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen Organist Frank Rieger, verstärkt durch einen Trompeter sowie die Sängerinnen Stefanie Morys und Sabine Härter-Kienzler.

Gemeindereferentin Dorothea Nopper (am Mikrofon) würdigt im Namen der Mitarbeiter das Engagement des scheidenden katholischen Pfarrers Paul Demmelmair.
Gemeindereferentin Dorothea Nopper (am Mikrofon) würdigt im Namen der Mitarbeiter das Engagement des scheidenden katholischen Pfarrers Paul Demmelmair. | Bild: Stefan Heimpel

In seiner Predigt machte Demmelmair deutlich, dass er vor zehn Jahren eigentlich fest vorgehabt habe, bis zu seinem 70. Geburtstag im Bregtal zu bleiben. Die angeschlagene Gesundheit habe ihm nun einen Strich durch die Rechnung gemacht. Er habe in der Zeit vieles angefangen und auch einiges beenden können. Aber es hätte ihn gereizt, noch manch anderes zu Ende zu bringen.

Vertrauen auf Nachfolger

Da dies aber nicht möglich sei, sei es für ihn nun auch wichtig, wirklich wegzugehen, um nicht sich selbst und auch nicht dem Neuen im Wege zu stehen. Er sei zuversichtlich, dass sein Nachfolger (der erst in den nächsten Tagen offiziell vom Ordinariat berufen wird, Anmerkung der Redaktion) hier Gutes bewegen werde. Er dankte allen für das entgegengebrachte Vertrauen. Dabei sei es schwer, allen gerecht zu werden und so entschuldige er sich, wenn er jemandem mit seinem Temperament weh getan habe. Die Jahre seien durch die Veränderungen schwierig gewesen, die Nerven angespannt und die Erwartungen riesig gewesen.

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Grußworte

Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Denise Besenfelder, machte deutlich, dass Demmelmair zuerst die Zusammenlegung zur Seelsorgeeinheit Oberes Bregtal und fünf Jahre später zur großen Seelsorgeeinheit Bregtal mit ihren acht Pfarrgemeinden bewältigen musste. Dazu kam, dass viele Kirchen und Gebäude dringend renovierungsbedürftig waren, was er mit viel Tatkraft angepackt habe.

Pfarrer Demmelmair wiederum verabschiedete bei dieser Gelegenheit auch Denise Besenfelder, die mit der Wahl des neuen Pfarrgemeinderates nun ihr Amt als Vorsitzende abgibt.

Bürgermeister Josef Herdner verabschiedete den „lieben Paul“ auch im Namen seiner beiden Kollegen und wünschte ihm alles Gute für seinen neuen Lebenspläne. Es habe immer viele Berührungspunkte zwischen der politischen und der Kirchengemeinde gegeben, er nannte Beispiele wie die Kindergärten, Altenheim und Sozialstation. Und so habe man auch einiges gemeinsam bewegen können.

Gemeindereferentin Dorothea Nopper schließlich übernahm es, die Abschiedsgrüße der Mitarbeiter zu überbringen und dies vor allem aus dem Seelsorgeteam und dem Pfarrbüro, aber auch von den vielen anderen Mitarbeitern an den verschiedenen Stellen in der Seelsorgeeinheit. Pfarrer Demmelmair sei „ein Chef, mit dem man reden konnte“, gewesen.