Nach über 40 Dienstjahren und nach 28 Jahren Tätigkeit am Otto-Hahn-Gymnasium mit Realschule Furtwangen wurde Studiendirektor Heribert Streit in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. 2006 wurde er als Nachfolger von Waldemar Wohlfeil zum stellvertretenden Leiter der Gymnasialabteilung berufen.

Außergewöhnliches Engagement

Sein außergewöhnliches Engagement zum Wohle der Schüler und die hohe Wertschätzung seiner Tätigkeit seitens des Kollegiums waren der Grund, dass ihm von den Lehrern ein mehrstündiges Abschiedsfest am letzten Schultag bereitet wurde. Schulleitung, Personalrat und Fachkollegen überreichten ihm zahlreiche phantasievolle Geschenke, und es kam zur Aufführung von gleich drei umgedichteten Songs.

Insbesondere der Song „Legendary Heriberty“, frei nach dem Hit von Welshly Arms mit hochvitaler Lehrerband, Solisten und Backing Voices sowie Tänzerinnen in gestyltem Outfit zeugte davon, dass die Schulgemeinschaft von einem der prägendsten Gesichter der vergangenen Jahrzehnte Abschied nehmen muss.

Besonderer Gewinn für die Schule

Schulleiter Andreas Goldschmidt betonte, dass sein Kollege aus verschiedenen Gründen ein besonderer Gewinn für die Schule gewesen sei. So verkörpere er durch seine eigene Schulzeit am altsprachlichen Friedrich-Gymnasium in Freiburg sowohl das humanistische Bildungsideal als auch durch seine Unterrichtsfächer Mathematik und Physik das naturwissenschaftliche Denken.

Auch die ehemalige Schulleiterin Ursula Kiefer, die zehn Jahre mit Heribert Streit das Gymnasium leitete, bestätigte in ihrer Laudatio, dass es in Furtwangen eine ungewöhnlich einvernehmliche Zusammenarbeit von Lehrkräften der naturwissenschaftlichen und der sprachlich-geisteswissenschaftlichen Fächer gebe. Zu diesem Klima des Teamworks habe Heribert Streit maßgeblich beigetragen. So sei ihm auch der Spagat zwischen gewissenhafter Wahrnehmung der Schulleitungsaufgaben einerseits und der Integration in das Kollegium andererseits scheinbar mühelos gelungen.

Vollblutpädagoge mit ausgeprägtem Gerechtigkeitsempfinden

Beide Schulleiter stellten das große Organisationstalent insbesondere bei der sehr anspruchsvollen Organisation des Abiturs über viele Jahre hinweg heraus. Gleichzeitig war der Vollblutpädagoge bei der Schülerschaft wegen seines ausgeprägten Gerechtigkeitsempfindens und aufgrund des kompetenten Fachunterrichtes hoch angesehen und beliebt.

Bürotür war immer geöffnet für alle

Personalratsmitglied Sebastian Eisele bedankte sich im Namen des gesamten Kollegiums bei einem scheidenden Mitglied der Schulleitung, das die Tür seines Büros – direkt an der Schwelle zum Lehrerzimmer gelegen – stets weit geöffnet hielt. Er war so für alle Belange zur zentralen Anlaufstelle für alle an der Schule geworden.