Vorgestellt wurde dem Furtwanger Gemeinderat in seiner Sitzung in der städtischen Festhalle der Entwurf für den Medienentwicklungsplan für das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) mit Realschule. In diesem Plan wird vorgestellt, wie die Medien-Landschaft am OHG ausgebaut werden soll. Ein solcher Plan ist vor allem auch die Voraussetzung dafür, um die zur Zeit reichlich fließenden Gelder von Bund und Land erhalten zu können.

Moderne Medien verstärkt einsetzen

Oberstudiendirektor Andreas Goldschmidt als Schulleiter und der für Multimedia und Netzwerk zuständige Lehrer Sebastian Eisele berichteten, dass bereits vor mehr als einem Jahr ­ ein Plan ­entwickelt wurde, wie man moderne Medien ­verstärkt am OHG einsetzen könnte.

Große bürokratische Hürden

Um Zuschüsse zu erhalten, sei allerdings ein Antrag in einem entsprechenden umfangreichen Formular nötig. Solche bürokratischen Hürden seien wesentlich dafür verantwortlich, dass viele dieser Gelder noch nicht abgerufen wurden, meinte Andreas Goldschmidt. Inzwischen wurden aber die Formulare zumindest etwas vereinfacht.

Der klassische Unterricht im Klassenzimmer werde durch die modernen Medien wesentlich ergänzt. Auch mit den modernen Medien sei ein Unterricht für die ganze Klasse möglich, wobei dann auch auf die entsprechenden technischen Ressourcen zurückgegriffen werden könne. Aber beide Unterrichts­formen müssten parallel existieren und sich gegenseitig ergänzen. Ganz wesentlich gehe es auch darum, die Schüler auf die digitale Welt vorzubereiten. Entsprechend müssten die Schüler auch an solchen digitalen Geräten arbeiten.

Technische Ausstattung muss durch pädagogisches Konzept ergänzt werden

Der Medienentwicklungsplan müsse verschiedene Aspekte beinhalten. Zum einen sei natürlich ein Thema die technische ­Ausstattung der Einrichtung und der Schüler. Das ganze müsse aber in ein pädagogisches Konzept eingearbeitet werden sowie mit den entsprechenden Anwendungen und auch organisatorisch aufeinander abgestimmt sein. Dies alles müsse im Medienentwicklungsplan ausführlich dargestellt werden.

Neue Technik – neue Methoden

Die ­digitale Technik biete die Möglichkeit, ganz einfach ein anderes Arbeitsmittel wie das ­bisherige Schulbuch zu ­ersetzen. In einer zweiten ­Stufe könne aber dann die Technik dafür sorgen, dass dieses Arbeitsmittel neue Funktionen erhält und damit besser und effektiver genutzt werden kann.

In der dritten Stufe könnten durch die Technik ganz neue Methoden entwickelt und Aufgaben neu gestaltet werden. Und schließlich biete die Technik sogar die Möglichkeit, ganz neue Aufgabenstellungen zu entwickeln und die Schüler damit noch weiter voranzubringen.

Einsatz moderner Technik von großer Bedeutung

Diese Ausführungen sollten deutlich machen, dass in allen Bereichen und Fächern der Schule der Einsatz dieser modernen Technik von großer Bedeutung ist. Das ganze beginnt aber mit der technischen Grundausstattung wie einem Beamer und einem Fernsehgerät im Klassenzimmer, einem Tablet-Computer für Lehrer und Schüler und die dazugehörige Technik. Für diese Aus­stattung sei der Schul­träger zuständig.

Andreas Goldschmidt und Sebastian Eisele gingen auch auf technische Einzelheiten ein, beispielsweise dass sich speziell das iPad als sinnvoll erwiesen habe.