Nachdem bereits im März die ersten Bewohner und auch die Sozialstation in das integrative Wohnprojekt der Oekogeno in der Baumannstraße eingezogen waren, konnte nun nach Verzögerung durch Corona die offizielle Einweihung stattfinden.

Beeindruckt von der Dachterasse

Allerdings fand dies nicht wie geplant öffentlich und verbunden mit einem Tag der offenen Tür statt. Dazu war die Staatssekretärin im Stuttgarter Ministerium für Soziales und Integration Bärbl Mielich (Grüne) zusammen mit den Landtagsabgeordneten Martina Braun (Grüne) und Karl Rombach (CDU) in die Baumannstraße gekommen. Nach der Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden der Oekogeno GEW als Träger des genossenschaftlichen Wohnprojektes führte Projektleiter Philipp Weber durch das Haus. Besichtigt wurde unter anderem die Wohneinheit für die Wohngruppe mit Handicap sowie anschließend die beeindruckende Dachterrasse als Ort für Freizeitaktivitäten.

Das ganze Quartier einbeziehen

Bei den Ausführungen von Philipp Weber wurde deutlich, welche Ideen hier in dieses Projekt eingeflossen sind. Dabei habe man von Anfang an überall viel Unterstützung erhalten. Zu dem speziellen Konzept gehört die Solidargemeinschaft der Hausbewohner, die mit der Zeit auch über das Haus hinaus das ganze Quartier einbeziehen soll. Wichtig ist das Café mit dem Freigelände dafür als Zentrum des Quartiers. Aber auch das Energiekonzept, vorgestellt durch Felix Duffner als Vorsitzender des Vereins Energiewende, ist mit der Heizung und Stromversorgung über ein Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaik-Anlage außergewöhnlich.

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Eine weitere Besonderheit bei diesem Projekt ist die Tatsache, dass neben dem Wohnbereich der Oekogeno GIW die Sozialstation Bregtal als zweiter Eigentümer einen Teil des Gebäudes übernommen hat und hier Verwaltung und Organisation sowie die Tagespflege konzentriert hat. Durch diesen Teil des Gebäudes führte dann die Leiterin der Sozialstation Nathalie Löffler. Im Bereich der Verwaltung fand dann auch die offizielle Einweihung des ganzen Gebäudes durch die Pfarrer Joachim Sohn (altkatholische Gemeinde), Lutz Bauer (evangelische Gemeinde) und Martin Schäuble (katholische Gemeinde) statt.

Schlüssel wird übergeben

Bärbl Mielich zeigte sich beeindruckt von diesem Projekt, es sei „eine runde Sache“. Solche Projekte, gerade auch realisiert durch Genossenschaften, seien ein großes Ziel der Landesregierung. Solche Wohnmöglichkeiten seien das Konzept der Zukunft. In einem Grußwort hob Martina Braun vor allem die Unterstützung des ländlichen Raumes durch die Landesregierung mit solchen Projekten hervor, wie auch die umfangreiche Nutzung des heimischen Baustoffs Holz. Den Abschluss bildete die offizielle Schlüsselübergabe durch Bärbl Mielich an Peter Ilgner und Emil Schneider als Vertreter der Bewohner.

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