Der VdK Furtwangen (Verband der Kriegsversehrten) hat in Zeiten der Pandemie neue Mitglieder gewonnen. Bei der Mitgliederversammlung wurde deutlich, dass Einschränkungen den Kontakt zwischen Vorsitzendem und Mitgliedern belasteten.

In launiger Stimmung zog Vorsitzender Gerhard Fehrenbach die Regularien durch. Er hatte durch intensive persönliche Werbung den Höchststand von 463 Mitgliedern erreicht. Fehrenbach berichtete über die Jahre 2019/2020. Teilnahme an der Kreisverbandssitzung, Meinungsaustausch in Donaueschingen, Vortragsbesuch in Stuttgart und Teilnahme am Volkstrauertag standen auf der Agenda. Im weiten Umkreis konnten 41, beziehungsweise 51 neue Mitglieder gewonnen werden. Ansonsten fiel wegen Corona vieles ins Wasser.

Bürgermeister Josef Herdner hob den unermüdlichen Einsatz in der Wegbegleitung Hilfebedürftiger hervor. Es stimme ihn aber die gesellschaftliche Entwicklung nachdenklich, dass immer mehr Menschen auf Hilfe angewiesen seien und sich nicht zurecht fänden.

Von Seiten der Behörden sei die Arbeit nicht zu bewältigen, daher sei der Einsatz des VdK um so wichtiger und biete Hoffnung, dass die Arbeit auf fruchtbaren Boden fällt.

Der VdK-Kreisverbandsvorsitzende Rupert Engesser war enttäuscht von den Einschränkungen, die Corona mit sich brachte. Ihm „fehlte der direkte Kontakt“. Vieles musste neu geordnet und gestaltet werden. Zur Überbrückung habe jeder Ortsverband 500 Euro erhalten und Rundschreiben des Landesverbandes wurden direkt an die Basis weitergegeben. Unterschiedliche Aufgaben wurden angegangen, so können beispielsweise Gewählte ihre Ämter in der Corona-Krise behalten. Die Landtagsabgeordnete Martina Braun (Bündnis 90/Die Grünen) betonte das Gewicht des VdK bundesweit mit Präsidentin Verena Bentele und im ländlichen Raum, wobei der Slogan „im Mittelpunkt der Mensch“ Geltung habe, um Hemmschwellen kleiner werden zu lassen.

Die Krise habe alle Menschen herausgefordert, und Braun hofft, dass die Gesellschaft nicht auseinander driftet. Kassierer Bernd Schäfer erläuterte das Buchwerk der Jahre 2019 und 2020 und konnte auf ein finanzielles Polster blicken. Prüfer Ulrich Tritschler konnte eine einwandfreie Kassenführung bestätigen, daher konnten Kassierer und der Gesamtvorstand entlastet werden.

Verbundenheit demonstrieren VdK und Gäste: Erika Wehrle, Gerhard Fehrenbach und Rupert Engesser (vorn, von links). Dahinter stehen (von links) Landtagsabgeordnete Martina Braun, Doris Schäfer, Bürgermeister Josef Herdner, Andrea Mehler, Margarete Riesle, Monika Probst, Angelika Fehrenbach, Bernd Schäfer und Ulrich Tritschler.
Verbundenheit demonstrieren VdK und Gäste: Erika Wehrle, Gerhard Fehrenbach und Rupert Engesser (vorn, von links). Dahinter stehen (von links) Landtagsabgeordnete Martina Braun, Doris Schäfer, Bürgermeister Josef Herdner, Andrea Mehler, Margarete Riesle, Monika Probst, Angelika Fehrenbach, Bernd Schäfer und Ulrich Tritschler. | Bild: Siegfried Kouba

Flott gingen unter der Leitung des Kreisvorsitzenden Engesser die Wahlen über die Bühne. Die Ergebnisse: Gerhard Fehrenbach (Ortsverbandsvorsitzender, Obmann und Vertrauensperson der Schwerbehinderten), Erika Wehrle (Stellvertreterin), Monika Probst (Kassiererin), Michaela Weidinger (Schriftführerin), Angelika Fehrenbach (Frauenvertreterin), Doris Geber, Bernd Schäfer, Doris Schäfer und Margarete Riesle (Beisitzer), Ulrich Tritschler und Andrea Mehler (Revisoren).

24 Mitglieder konnten für zehnjährige Treue ausgezeichnet werden. Die Urkunden wurden wegen Corona bereits gesondert versandt. Ein Präsent überreichte Monika Probst an die langjährige Schriftführerin Doris Schäfer.