Schweren Herzens verabschiedete der Vorsitzende der Narrengesellschaft Gütenbach Florian Kienzler drei Mitglieder aus dem Gremium. 13 Jahre war Fabian Mutschler Teil der Narrenräte, erst als Beisitzer, später als stellvertretender Vorsitzender.

Ein Teil der Geehrten: hinten von links Andreas Kienzler, Michael Eschle und Markus Rombach, Herbert Ganter. Vorne links Antonietta Waldvogel-Martinelli, Hildegard Kirner sowie der Vorsitzende Florian Kienzler.
Ein Teil der Geehrten: hinten von links Andreas Kienzler, Michael Eschle und Markus Rombach, Herbert Ganter. Vorne links Antonietta Waldvogel-Martinelli, Hildegard Kirner sowie der Vorsitzende Florian Kienzler. | Bild: Verein

Auch Peter Eschle war über zehn Jahre Narrenrat. Gleich an der ersten Fasnet wurde er ins Fasnetbolizischten-Häs „geschwätzt“ und war dem Posten seitdem treu geblieben. Die beiden verlassen das Gremium mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Wir hatten alle Jahre viel Spaß zusammen, aber waren auch jedes Jahr froh, wenn die Fasnet vorbei war“, waren sie sich einig. Sie erhielten zum Abschied eine Puppe in Jockele- beziehungsweise Narrenratsform.

Und auch Thomas Schlegel verlässt das Gremium. Seit 2014 war er als Beisitzer und zeitweise als Festwirt tätig. Ab sofort unterstützt Julia Wursthorn die Narrenräte als Beisitzerin.

Florian Kienzler, frisch auf zwei Jahre wiedergewählt, erzählte von der Fasnet 2020 und der E-Fasnet 2021, die größtenteils online ablief. Einzig am Gschmutzigen schlüpfte der neue Fasnetbolizischt Alexander Sprenger ins Häs und unterhielt auf der Straße, aber auch teils im Vorgarten die Gütenbacher und sorgte so für närrische Stimmung.

Das Gremium hatte sich in den letzten Wochen mit dem Thema „Narrentreffen 2023“ beschäftigt. In dem Jahr feiert die Narrengesellschaft 66-jähriges Bestehen und wollte dies zum Anlass nehmen, mal wieder fremde Zünfte in den Ort zu holen. Nach längeren Überlegungen und Unterhaltungen mit früheren Narrenräten, entschied man sich jedoch gegen die Veranstaltung. „Wir verlieren dieses Jahr drei langjährige Mitglieder und sind einfach zu wenige Personen, um die Veranstaltung zu stemmen“, so Florian Kienzler.

Aktuell stellt sich das Gremium folgendermaßen dar: Florian Kienzler (Vorsitzender), Andrea Scherzinger (stellvertretende Vorsitzende), Tatjana Eschle (Schriftführerin), Karen Rombach (stellvertetende Schriftführerin), Andreas Kienzler (Kassierer), Aneka Efinger (stellvertretende Kassiererin), Alexander Sprenger, Nick Brischke, Carina Kienzler und Julia Wursthorn (alle Beisitzer). Florian Kienzler erwähnte, dass dringend Nachwuchs nötig sei und rief nochmals dazu auf, wenigstens ein Probejahr im Gremium zu absolvieren.

Da im vergangenen Jahr keine Hauptversammlung stattfand, war dieses Mal die Liste lang. Leider kamen nur wenige, um den Orden persönlich entgegenzunehmen.

Nach dem offiziellen Teil wurden noch ältere Fasnetsbilder gezeigt. Eigentlich eine Tradition des 11.11., die wegen Corona dieses Jahr lieber vorverlegt wurde.