Nachdem ein Radfahrer aus Furtwangen in dieser Zeitung über eine aus seiner Sicht unliebsame Begegnung mit einem Hund und dessen Halter auf einer Tour in der Nähe von Gütenbach berichtet hat, meldet sich nun der Halter zu Wort.

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Der Hundehalter aus Gütenbach betont, dass seine beiden Hunde, mit denen er an besagtem Tag im November zusammen gewesen sei, sich bei der Begegnung mit dem Radler nicht aggressiv verhalten hätten. Der kleinere Hund habe einmal gebellt, woraufhin auch sein anderer, größerer Hund einmal gebellt habe und „zwei bis drei Meter“ neben dem Radler her gelaufen sei, bevor er sein Tier zurückrufen konnte.

Tritt soll Hund getroffen haben

Als völlig unangemessen und falsch verurteilt der Hundehalter den „gezielten Fußtritt“ des Radlers gegen den Kopf seines Hundes. „Dann bin ich sauer geworden“, erklärt der Hundehalter. Dass der Fußtritt wirklich getroffen habe, sei offensichtlich gewesen. Der Hund habe gejault und den Kopf nach unten weggedreht. Der Vorfall habe sich etwa 30 Meter vor seiner Haustüre ereignet, und der Fußtritt könne auch von anderer Seite bezeugt werden.

Mit Fahrzeug dem Radler hinterher

Der Hundehalter sagt, er habe dem Radler hinterhergerufen. Doch der sei unbeirrt weitergefahren. Der Hundehalter schnappte sich dann sein in der Nähe befindliches Fahrzeug und fuhr dem Radler hinterher.

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Darstellungen gehen auseinander

Der Darstellung des Radfahrers, der Hundehalter habe ihn mit seinem Fahrzeug „bedrängt“, so dass er „beinahe den Abhang abrutschte“, widerspricht der Hundehalter. Er sei an dem Radler vorbeigefahren, habe die Scheibe runtergedreht und verlangt: „Jetzt unterhalten wir uns.“ Dann habe er sein Fahrzeug an der nächsten Gabelung abgestellt und auf den Radler gewartet. Der Hundehalter räumt ein, dass er den Radler „lautstark angebrüllt“ habe und wissen wollte, weshalb er seinen Hund getreten habe. Dabei habe er den Radler aber „nicht angerührt“.

77-jähriger Radfahrer geht zur Polizei

Der 77-jährige Radler hingegen beschreibt die Situation so, dass der Hundehalter ihn am Kragen gepackt, mit der Faust bedroht und der Tierquälerei beschuldigt habe. Der Radler hatte in den Tagen darauf Anzeige bei der Polizei gegen den Hundehalter erstattet.

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Hundehalter erstattet ebenfalls Anzeige

Mittlerweile hat auch der Hundehalter den Radler angezeigt, nämlich wegen Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Sachbeschädigung deshalb, weil vor dem Gesetzgeber ein Hund als Eigentum, als Sache, des Hundehalters angesehen werde. Der Hundehalter hat sein Tier nach dem Fußtritt des Radlers untersucht, konnte aber augenscheinlich keine Verletzung feststellen.

Ermittlungen dauern an

Nach der Anzeige des Radlers gegen den Hundehalter hat die Staatsanwaltschaft Konstanz Ermittlungen aufgenommen wegen des Verdachts der Nötigung und Beleidigung im Falle des Hundehalters. Die Ermittlungen dauern an.

Einschätzungen der Bürgermeisterin

Bürgermeisterin Lisa Hengstler hatte auf Anfrage erklärt, sie selbst habe noch keine schlechten Erfahrungen mit den Hunden des besagten Hundehalters gemacht. Aber es habe auch schon von anderer Seite Beschwerden wegen der Hunde gegeben. Jedoch sei ihres Wissens noch niemand zu Schaden gekommen, sprich gebissen worden.

Halter betont „ganz tolles Wesen“ seines Tieres

Sein Hund habe „ein ganz tolles Wesen“ und zeige keinerlei aggressives Verhalten, betont der Halter. Aber manche Leute würden panisch auf Hunde reagieren. An seinem Zuhause gebe es ein Hundegehege. Aber man könne die Tiere ja „nicht immer nur wegsperren“. Er achte darauf, wenn es zu Begegnungen mit anderen Menschen komme, deren Bedürfnisse abzuschätzen und die Hunde etwa am Halsband festzuhalten.

„Noch nie jemanden gebissen“

Seine Hunde hätten noch nie jemanden gebissen. Hundehalter würden immer mehr diskriminiert, weil sich Leute in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt fühlten. Der Hundehalter wünscht sich, dass Menschen bei Begegnungen mit Hunden nicht in Panik verfielen und sich nach Möglichkeit mit dem Halter verständigten.