Im Rahmen des Sommerfestes für die Mitarbeiter des Betriebes konnten bei der Firma Reiner 22 Mitarbeiter für 25, 40 oder sogar 50 Jahre Treue zum Betrieb ausgezeichnet werden. Alle drei Jahre ehrt die Firma Reiner in Furtwangen ihre Mitarbeiter. Dieses Mal wurde die Jubilarfeier in das Sommerfest integriert, das aufgrund des schönen Wetters im Freien auf dem Hof des Unternehmens stattfinden konnte.

Zu dieser Ehrung war auch eine Reihe von Ehrengästen gekommen: Landrat Sven Hinterseh, Annette Auer-Thoß von der IHK (Industrie- und Handelskammer) und Bürgermeister Josef Herdner.

Im Rahmen des Sommerfestes des Betriebes konnten bei der Firma Reiner 22 Mitarbeiter für 25, 40 oder 50 Jahre Treue geehrt werden. Zu dieser Ehrung waren eine Reihe von Ehrengästen gekommen: Landrat Sven Hinterseh, Annette Auer-Thoß von der IHK (Industrie- und Handelskammer) und Bürgermeister Josef Herdner von der Stadt Furtwangen.
Im Rahmen des Sommerfestes des Betriebes konnten bei der Firma Reiner 22 Mitarbeiter für 25, 40 oder 50 Jahre Treue geehrt werden. Zu dieser Ehrung waren eine Reihe von Ehrengästen gekommen: Landrat Sven Hinterseh, Annette Auer-Thoß von der IHK (Industrie- und Handelskammer) und Bürgermeister Josef Herdner von der Stadt Furtwangen. | Bild: Stefan Heimpel

Landrat Sven Hinterseh war besonders von dem Jubilar mit 50 Jahren Betriebstreue beeindruckt und setzte dies in Relation zu seinem Alter: Er feiert in nächster Zeit seinen 50. Geburtstag. Heute sei der regelmäßige Wechsel der Arbeitsstellen viel häufiger. Mit der Jubilarfeier drücken die Geschäftsführung und die Gesellschafter ihre Wertschätzung für diesen Einsatz aus. Die Firma Reiner sei hier ein Beispiel für viele Betriebe, die aus der Uhrenindustrie kamen. Doch man blieb nicht stehen und erschloss sich, neue Märkte durch verschiedene Innovationen aufzutun.

Bürgermeister Josef Herdner sprach von einer Win-Win-Situation: Die Mitarbeiter hätten einen sicheren Arbeitsplatz, der Betrieb kann sich auf den langen Erfahrungsschatz seiner Mitarbeiter verlassen.

Bei der Ehrung erhielten die Jubilare Geschenke und Ehrenurkunden, unter anderem unterzeichnet von Ministerpräsident Kretschmann. Da der Betriebsratsvorsitzende Peter Kienzler selbst unter den Jubilaren war, übernahm es Marco Sorrano, den Geehrten zu gratulieren. Er machte deutlich, dass es für die Jubilare nicht immer einfache Zeiten waren und es auch Mut und Tatkraft erforderte, treu zum Betrieb zu stehen.

Im Namen der Jubilare dankte schließlich Karl Harter für die Glückwünsche. Diese lange Mitarbeit hätte es aber sicher nicht gegeben, ohne Übereinstimmung zwischen Mitarbeitern und Betriebsführung. Man habe ganz unterschiedliche Zeiten erlebt, unter anderem auch zweistellige Lohnerhöhungen in den goldenen Achtzigern. Ganz gleich in welcher Zeit und Situation, man habe sich immer fair behandelt gefühlt.

Geschäftsführer Frank Stauch gab einen Überblick über die Situation und zeigte sich froh, dass man im laufenden Jahr mit entsprechenden Anstrengungen zumindest einen Teil der Ausfälle aus dem Corona-Jahr 2020 ausgleichen konnte. Die beiden Jahre seien eine große Herausforderung für den Betrieb gewesen. Für die fast 300 Mitarbeiter des Betriebes, davon 220 am Standort Furtwangen, habe es aber trotz dieser Probleme keine betriebsbedingten Kündigungen gegeben.

Allerdings musste man in verschiedenen Bereichen Kurzarbeit anmelden. Außerdem versuchte man, durch die gezielte Nutzung der Altersteilzeit zu reagieren. Trotz dieser Schwierigkeit galt es aber auch, sowohl 2020 wie 2021, wieder in neue Maschinen zu investieren, um entsprechende Innovationen realisieren zu können. Gleichzeitig sind auch aktuell wieder verschiedene Stellen im Betrieb frei, für die bisher noch keine geeigneten Bewerber gefunden wurden.

Auch im Absatz gab es laut Stauch im vergangenen Jahr Probleme, da die Industrie in vielen Bereichen mit neuen Investitionen sehr zurückhaltend war. Im dritten Quartal 2020 habe sich die Situation dann langsam entspannt. Doch noch immer gebe es bestimmte Bereiche, die aktuell noch schwach seien. Gleichzeitig müsse auch wieder auf Veränderungen im Absatzmarkt reagiert werden. Bei der Produktion kämpfe man wie viele andere Betriebe auch mit Lieferschwierigkeiten. Dies betreffe vor allem elektronische Bauteile oder Kunststoffgranulat und Stahl.

Insgesamt könne man aber in diesem Jahr in allen Sparten der Reiner-Gruppe wieder Zuwächse verzeichnen. Jedoch die guten Ergebnisse von 2019 werde man noch nicht erreichen. Stauch ist jedoch zuversichtlich, dass man 2022 unter anderem durch Innovationen gegenüber 2019 wieder weiter wachsen könne.