Kreative Aufgaben im Fernunterricht begeistern viele Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums mit Realschule Furtwangen (OHG) bis zum Ende des Schuljahres. Die Hälfte der Schüler wurde bis zum Ende des Schuljahres per Fernunterricht beschult und war auf motivierende Aufgabenstellungen angewiesen.

Finja Büsing, Klasse 5a, gestaltete höchst ausdrucksvoll ihre Version eines Schlüsselwerkes des Expressionismus: Der Schrei von Edward Munch, 1893 entstanden nach einer Panik-Attacke des norwegischen Malers in der Natur.
Finja Büsing, Klasse 5a, gestaltete höchst ausdrucksvoll ihre Version eines Schlüsselwerkes des Expressionismus: Der Schrei von Edward Munch, 1893 entstanden nach einer Panik-Attacke des norwegischen Malers in der Natur. | Bild: Privat/OHG/Picasa

Herausragende kreative Leistungen

Aber auch im fünften Monat des Fernunterrichtes gelang es der Kunsterzieherin Nadine Weiß erneut, Schüler des OHG zu herausragenden kreativen Leistungen zu motivieren. Bei dem dritten OHG-Kunstwettbewerb seit Ausbruch der Pandemie gab es wieder überraschend viele und oft künstlerisch niveauvolle Einsendung: 150 Kinder und Jugendliche fertigten Fotos von individuell nachgestalteten berühmten Kunstwerken an.

Natur wird zu Kultur

Wieder kamen Alltagsgegenstände zum Einsatz – diesmal Naturalien direkt vom Frühstückstisch. Die Ergebnisse waren so überzeugend, dass insgesamt sieben Arbeiten mit Preisen ausgezeichnet wurden, die allesamt auf der OHG-Homepage zu bewundern sind. Dort finden sich auch die ausgezeichneten Arbeiten des ersten Kunstwettbewerbs, bei denen die jungen Künstler in Standbildern mit Verkleidung schauspielerisches Talent zeigen konnten. Auch preisgekrönte Bilder eines Fotowettbewerbs sind dort zu sehen.

Zeruja Herdt, Klasse 7a, verwendete sehr passende, aber vergängliche Materialien, um Albrecht Dürers berühmte Naturstudie „Das große Rasenstück“ 517 Jahre später nachzugestalten.
Zeruja Herdt, Klasse 7a, verwendete sehr passende, aber vergängliche Materialien, um Albrecht Dürers berühmte Naturstudie „Das große Rasenstück“ 517 Jahre später nachzugestalten. | Bild: Privat/OHG/Picasa

Große Kunstwerke aus Frischkäse und Gummibärchen auf Brot

Die Gewinner des zweiten OHG-Kunstwettbewerbs „Kunst als Brotbelag – Große Kunstwerke aus Frischkäse und Gummibärchen auf Brot“: Platz eins wurde zwei Mal vergeben und ging an Finja (5a) sowie an Zeruja Herdt (7a), es folgen zwei zweite Plätze für Danny Blumenstein (5a) und Adrian Kammerer (5b) und zwei dritte Plätze gingen an Maja Fehrenbach (6b) und Max Kienzler (9a). Den Sonderpreis „3-D-Gestaltung“ erhielt Vanessa Dold (6a).

Nach dem kompletten Shutdown des Unterrichtes im März durften seit Mai sukzessive wieder einzelne Schülergruppen den Präsenzunterricht in der Schule besuchen: Zunächst waren dies nur die Abschlussklassen von 2020 und 2021.

Beim OHG-Kunstwettbewerb errang Max Kienzler (9a) mit dieser bunt-abstrakten Komposition einen dritten Platz.
Beim OHG-Kunstwettbewerb errang Max Kienzler (9a) mit dieser bunt-abstrakten Komposition einen dritten Platz. | Bild: Privat/OHG/Picasa

Fernunterricht ein fortdauerndes Thema

In den sechs Unterrichtswochen zwischen den Pfingstferien und der Zeugnisausgabe konnte am OHG über das vorgeschriebene Maß hinaus Präsenzunterricht in wöchentlichem Wechsel für jeweils eine Klassenhälfte angeboten werden. Das bedeutet umgekehrt, dass der Fernunterricht nach wie vor für die Hälfte der unteren und mittleren Klassenstufen jede zweite Woche die einzige Unterrichtsform ist. Dabei sind die Lernenden in besonderer Weise auf motivierende Aufgabenstellungen angewiesen, um auch ohne Anwesenheit des Lehrers und der Lerngruppe Fortschritte zu erzielen.

Überwältigendes Interesse

Die Kunsterzieherin Nadine Weiß hat mit ihren zwei OHG-Kunstwettbewerben jedes Mal ein überwältigendes Interesse seitens der Schülerschaft quer durch alle Klassen geweckt und betont: „Mir kommt es fast so vor, als ob unsere Schule ein besonderes Kunstprofil hätte – so zahlreich und künstlerisch niveauvoll waren die Einsendungen bei den Wettbewerben.“