Bereits zum fünften Mal beteiligte sich der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) Ortsverband Furtwangen am Ferienprogramm des Furtwanger Stadtjugendrings. Wie schon im vergangenen Jahr stand wieder eine Funk-Fuchsjagd auf dem Programm. Insgesamt 25 Kinder wurden hier durch die Amateurfunker betreut. Diese kamen sowohl aus dem Hort sowie vom Sommerferienprogramm der Stadt Furtwangen. Der Verein war bei dieser Aktion stark gefordert, insgesamt waren zehn Helfer des Vereins im Einsatz und sorgten für einen spannenden Tag auf der Suche nach den insgesamt 40 Stationen.

Aufgeteilt in mehrere Gruppen machen sich die Teilnehmer am Sommerferienprogramm der Stadt Furtwangen auf die Funk-Fuchsjagd, nachdem sie von den Mitgliedern des Furtwanger Amateurfunk-Clubs in ihre Aufgaben eingewiesen wurden. Bild: Stefan Heimpel
Aufgeteilt in mehrere Gruppen machen sich die Teilnehmer am Sommerferienprogramm der Stadt Furtwangen auf die Funk-Fuchsjagd, nachdem sie von den Mitgliedern des Furtwanger Amateurfunk-Clubs in ihre Aufgaben eingewiesen wurden. Bild: Stefan Heimpel | Bild: Sb

Vorsitzender Jürgen Kraft hatte wieder interessante Aufgaben zusammengestellt. An jeder der Stationen mussten Aufgaben gelöst werden. Teilweise war es eine klassische Fuchsjagd: am jeweiligen Ziel musste mit Hinweisen aus der Umgebung dieses Zielpunktes eine Frage beantwortet werden. Beispielsweise war gleich an der ersten Station nach dem Verlassen des Vereinsgeländes auf der Neueck die Hausnummer der Halle gefragt. Fünf Mitglieder des Vereins waren im Gelände unterwegs, um das Spiel zu erreichen.

An drei speziellen Stationen standen weitere Helfer der Amateurfunker. Hier wurden jeweils sofort die Ergebnisse der inzwischen absolvierten Stationen per Funk in das Vereinsheim durchgegeben. So tasteten sich die Teilnehmer Station für Station an das Ende der Jagd heran und die Teilnehmer sammelten erste Erfahrungen mit dem echten Amateurfunk.

ESA-Astronaut Matthias Maurer. Bild: Boris Roessler
ESA-Astronaut Matthias Maurer. Bild: Boris Roessler | Bild: Boris Roessler

Denn für solche Veranstaltungen gibt es ein spezielles, für die Ausbildung reserviertes Rufzeichen, mit dem die Kinder dann selbstständig mit den Funkgeräten die Hauptstation im Vereinsheim rufen und mit den dortigen Vereinsmitgliedern über ihr Handfunkgerät in Verbindung treten konnten. Aber auch Peilaufgaben mussten erfüllt werden, ein Sendesignal musste geortet und dann dieser Punkt als weitere Station gefunden werden. Die Kinder waren wieder mit Begeisterung dabei, denn gerade diese Verbindung von Spiel in der Natur und moderner Funktechnik war natürlich etwas ganz Besonderes.

Der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) Ortsverband Furtwangen im Schwarzwald wurde 1956 gegründet und konnte damit in diesem Sommer mit einem Fest bei der vereinseigenen Relais-Station am Stöcklewald sein 65-jähriges Bestehen feiern. Der Club führt den Distrikts-Ortsverbands-Kenner (DOK) A18. Die Mitglieder kommen dabei aus der ganzen Region.

Trotz Corona wuchs der Club in den vergangenen Monaten auf jetzt 64 Mitglieder an. Erst im vergangenen Herbst erwarben zehn Mitglieder nach einem Kurs, der teilweise auch über das Internet abgehalten wurde, eine Amateurfunker-Lizenz, darunter auch einige Schüler der gewerblichen Schulen in Villingen-Schwenningen und Donaueschingen.

Die Infrastruktur des Vereins wird immer weiter ausgebaut. Als Ergänzung zu den bereits bestehenden beiden Relaisfunkstellen auf dem Kesselberg und auf dem Stöcklewaldturm wurde nun auf der Neueck auf dem Vereinsgelände ein Repeater, eine Art Relaisstation für den Digitalfunk, errichtet. Im Umkreis von etwa 150 Kilometern kann man sich über diesen Repeater in das weltweite Digital-Funknetz einloggen und sich mit Menschen auf der ganzen Welt in bester Qualität unterhalten. Gerade die hohe Qualität beim Digitalfunk sowohl bei der Sprache wie der Datenübermittlung ist ein Grund dafür, dass sich der Digitalfunk immer mehr verbreitet. Damit ist der digitale Amateurfunk eine einfache und günstige Möglichkeit, in das Funkerhobby einzusteigen, wie Ausbildungsleiter Jürgen Müller erläuterte. Gute Geräte gebe es ab etwa 150 Euro.

Der Vorsitzende des Vereins, Jürgen Kraft, machte deutlich, dass die Furtwanger Amateurfunker sich auch als ein Verein im Bildungssektor verstehen. Neben der Ausbildung im Amateurfunk gibt es hier auch immer wieder andere Angebote. Beispielsweise ist für den Herbst ein Workshop als Einführung für die Arbeit mit einem Mikrocontroller geplant. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.dl0fis.de/.