Das Otto-Hahn-Gymnasium mit Realschule (OHG/RS) bereitet sich auf seine Schüler vor: Nach den Pfingstferien werden die Kinder und Jugendlichen nach einem ausgeklügelten System wieder die Schulbank drücken. Wochen des Fernunterrichts liegen hinter den Lehrern, Eltern und Schülern. Indes wurden die Teilnehmer eines Online-Kunst-Wettbewerbs mit Preisen ausgezeichnet.

Bild: Otto-Hahn-Gymnasium Furtwangen

„Jeder Schüler soll bis zu dem Beginn der Sommerferien tage- oder wochenweise die Schule besuchen können“ – so hieß es in dem Papier, über das Bund und Länder Ende April beraten haben. Kultusministerin Susanne Eisenmann stellte daraufhin am 6. Mai einen Fahrplan für die weitere Öffnung des Schul- und Kitabetriebs in Baden-Württemberg vor, der nun auch am Otto-Hahn-Gymnasium mit Realschule Furtwangen umgesetzt wird.

Platz 2: Sophia Dittebrand, Klasse 9Ra (von links); 3. Platz: Felicitas Volz, Klasse 5b; Platz 2: Paul und Karl Kienzler, Klasse 7a und 5b.
Platz 2: Sophia Dittebrand, Klasse 9Ra (von links); 3. Platz: Felicitas Volz, Klasse 5b; Platz 2: Paul und Karl Kienzler, Klasse 7a und 5b. | Bild: Otto-Hahn-Gymnasium Furtwangen

Das Schulleitungsgremium hat nach eigenen Angaben einen Weg gefunden, den weiterhin stattfindenden Fernunterricht nicht nur durch gelegentlichen Präsenzunterricht zu ergänzen, sondern den Schulbesuch für abwechselnd je die Hälfte der Klassen in A- und B-Wochen zu ermöglichen, so die Auskunft der Schule. „Aus vielen Gesprächen, Rückmeldungen und auch aus eigener Erfahrung möchten wir behaupten, dass wir mit diesem System Eltern und Schülern am besten entgegenkommen“, heißt es im aktuellen Elternbrief von Schulleiter Andreas Goldschmidt und Realschulrektor Jürgen Kemmelmeier.

Platz 3: Danny Blumenstein, Klasse 5a.
Platz 3: Danny Blumenstein, Klasse 5a. | Bild: Otto-Hahn-Gymnasium Furtwangen

In den zurückliegenden neun Schulwochen seit der Umstellung auf Fernunterricht am 16. März konnten die 28 Schulklassen des OHG/RS wie alle elf Millionen deutscher Schüler zusammen mit ihren Lehrern einen Intensivkurs in internetgestützten Lernformen des 21. Jahrhunderts absolvieren. Wie eine Online-Befragung unter 129 Realschülern und 181 Gymnasiasten gezeigt habe, sei ein beträchtlicher Anteil der Jugendlichen mit dem Fernunterricht gut oder sehr gut zurechtgekommen.

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Insbesondere ein systematischer Aufbau sowie ein abwechslungsreich gestalteter Mix der Aufgaben wurde laut den Ergebnissen der Studie geschätzt und von den 310 Teilnehmern an der Befragung etwa zwei bis sechs Stunden täglich bearbeitet. Am Gymnasialzweig wurde dabei die Bildungsplattform Moodle von den Klassen fünf bis zwölf intensiv für die Übermittlung von Aufgaben, Lösungen, Korrekturen, interaktiven Arbeitsplänen, Erklärvideos und Videokonferenzen genutzt.

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Ebenfalls über Moodle werden wöchentlich Wettbewerbe beziehungsweise „Challenges“ organisiert, für die der Freundeskreis als Anreiz Furtwangen-Einkaufsgutscheine stiftet. Kunsterzieherin Nadine Weiß hat dabei den Schulwettbewerb „Große Kunst im kleinen Alltag“ organisiert und war völlig überwältigt.

„Es ist einfach atemberaubend“

Mehr als 200 Teilnehmer haben Arbeiten eingereicht, deren Niveau sie sehr beeindruckt hätten. „Man könnte meinen, dass am OHG ein besonderes Bildungsprofil im Bereich Bildende Kunst fest etabliert ist. Es ist atemberaubend, was Realschüler und Gymnasiasten abgeliefert haben. Der Klassenpreis ging an die Klasse 9 a der Realschule.“ Selbst durch eine Verdopplung der Preise konnten nicht alle preiswürdigen Arbeiten gewürdigt werden. Die Aufgabe bestand darin, ein Meisterwerk der Kunstgeschichte mit Verkleidung und Requisiten als „Selfie“ nachzugestalten.