Helmut Winterhalder ist ein allseits bekannter Musiker. Jetzt tritt er im Internet auf und erhält Unterstützung durch das Deutsche Uhrenmuseum. Winterhalder ist ein begehrter Alleinunterhalter, gestaltet zusammen mit Monika Fies Seniorennachmittage des Altenwerks und spielt auf Hochzeiten oder bei anderen Anlässen. Er stammt aus einer musikalischen Familie. Seit seinem fünften Lebensjahr ist er mit dem Akkordeon vertraut und spielt seit 1963 im Schwarzwald-Harmonika-Orchester (SHO) mit, wo er auch maßgeblich an der Fasnet und der Umzugswagengestaltung beteiligt ist.

Repertoire von mehr als 4000 Titeln

Durch Corona sind alle öffentlichen Aktivitäten auch für ihn gekappt. Doch der Wunsch nach Musik war aus seiner Anhängerschaft deutlich herauszuhören. Daher tritt der beliebte Allrounder im Internet auf und kann aus einem Repertoire von über 400 Titeln schöpfen. Wenn er „I sing a Liad für di“ (Andreas Gabalier), „Du hast mich tausendmal belogen“ (Andrea Berg), den Oldie „Capri Fischer“ und andere Songs anstimmt, benötigt er keine Noten. Bei seinem Publikum ist vor allem der volkstümliche „Bajazzo“ beliebt, der immer wieder auf den Wunschlisten steht.

Uhrenmuseum bestens vertraut

Helmut Winterhalder, Jahrgang 1949, war 43 Jahre an der hiesigen HFU als Elektromeister tätig und hatte auch im Deutschen Uhrenmuseum Reparaturen oder Prüfungen an Messgeräten durchzuführen. Räumlichkeiten und Mitarbeiter waren ihm daher bestens vertraut. Angesichts der Corona-Krise suchte er Lösungen, trotzdem öffentlich auftreten zu können. Daher kam ihm die Idee, Videos ins Internet zu stellen.

Passende Kulisse gesucht

Für seinen Titel „Vaters Kuckucksuhr“ suchte er eine passende Kulisse, was ihn veranlasste, auf das Museum zuzugehen. Er konnte Aufnahmen machen und sein erfahrener SHO-Vereinskamerad Jürgen Heine erstellte das Video. Bereits erschienen sind zwei Lieder auf seinem Youtube-Kanal Helmut Winterhalder.

Das könnte Sie auch interessieren

Mit vielen Mühen kamen als Testlauf Videos zustande und nach Rat von Bekannten die Veröffentlichung. Wer im Internet auf www.Youtube.de im Suchfeld „Helmut Winterhalder“ eingibt, stößt gleich auf seine Video-Sammlung, darunter „Wenn in Großmutters Stübchen ganz leise“ oder „Vaters Kuckucksuhr“.

Das Ganze kam ins Rollen, als die Stadtkapelle eine Anfrage an ihn für einen Online-Adventskalender richtete. Das Projekt kam zwar nicht zustande, aber für Winterhalder war die Eigeninitiative geboren und von Freunden und Bekannten kam gute Resonanz. „So hab‘ ich mir gedacht, in Corona-Zeiten ist das eine Möglichkeit, meine Musik in die Wohnungen zu bringen“, freut sich der leidenschaftliche Musiker.