Die Zahl der Gottesdienstbesucher war aufgrund der Pandemie sehr begrenzt, um in der Kirche die notwendigen Abstände einhalten zu können. Investitur (von lateinisch vestire „bekleiden“) bezeichnet die Praxis der Einweisung in ein (zumeist kirchliches) Amt. Dafür war Dekan Josef Fischer ins Bregtal gekommen. Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte im Namen des Pfarrgemeinderates Bettina Schmitt-Hönl die Gemeinde und vor allem auch Dekan Fischer sowie Pfarrer Harald Bethäuser und Selma Zähringer, die im Gottesdienst als pastorale Mitarbeiterin beauftragt wurde.

Dekan Fischer (links) verliest die offizielle Urkunde des Erzbischofs für Harald Bethäuser. Außerdem beauftragt er Selma Zähringer (im Hintergrund mit gelbem Schal), als pastorale Mitarbeiterin die Seelsorge in den Gemeinden zu unterstützen.
Dekan Fischer (links) verliest die offizielle Urkunde des Erzbischofs für Harald Bethäuser. Außerdem beauftragt er Selma Zähringer (im Hintergrund mit gelbem Schal), als pastorale Mitarbeiterin die Seelsorge in den Gemeinden zu unterstützen. | Bild: Heimpel

Bettina Schmitt-Hönl hob hervor, dass Pfarrer Bethäuser, der bereits kurz nach der Verabschiedung von Pfarrer Demmelmair im Sommer als neuer Pfarrer feststand, auch schon vor seinem jetzigen offiziellen Amtsantritt immer wieder im Bregtal zu Gast war und sich hier einbrachte, beispielsweise bei den Firmungen. Sie wünschte ihm für seine neue Aufgabe im Namen des Pfarrgemeinderates Kraft, Ausdauer und den Segen Gottes. Ein besonderer Dank galt Pfarrer Martin Schäuble, der eineinhalb Jahre lang sich um die ganze Seelsorgeeinheit gekümmert hatte und damit eine doppelte Belastung auf sich genommen hat.

Die kleinen guten Taten des Alltags

Dekan Fischer machte deutlich, dass diese Investitur durch Corona einen wesentlich einfacheren Rahmen habe. Aber gleichzeitig wolle man hier ein Zeichen setzen, dass auch in der Krise die Kirche da sei und ein neuer Pfarrer sich für die Menschen einsetzen möchte. In seiner Predigt bezog sich Fischer auf die kleinen guten Taten des Alltags, die die Gemeinde zusammenhalten und oftmals gar nicht bemerkt werden. In der Lesung war dies auf den guten Hirten übertragen, der sich um seine Schafe kümmert. So solle auch Pfarrer Bethäuser den Menschen ein guter Hirte sein und die Verlorenen suchen oder die Schwachen kräftigen.

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Anschließend verlas Dekan Fischer die offizielle Urkunde des Erzbischofs, mit der Harald Bethäuser zum Pfarrer der Gemeinden in Furtwangen St. Cyriak, St. Johann Rohrbach, St. Nikolaus Schönenbach und St. Andreas Neukirch sowie St. Katharina Gütenbach ernannt wurde. Außerdem ist er Leiter der Seelsorgeeinheit Bregtal. Offensichtlich, so Fischer, sei es bei Pfarrer Bethäuser „Liebe auf den ersten Blick“ für das Bregtal gewesen. Pfarrer Schäuble sei unverändert weiterhin der Pfarrer für die drei Vöhrenbacher Gemeinden.

Offizielles Amt für Selma Zähringer

Außerdem beauftragte Dekan Fischer Selma Zähringer, nun offiziell als pastorale Mitarbeiterin die Seelsorge in den Gemeinden zu unterstützen und gratulierte ihr zu dieser neuen Aufgabe, nachdem sie schon seit Jahren sich hier auch ehrenamtlich engagiert hatte. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst durch Organist Frank Rieger, einen Trompeter und eine Schola des Kirchenchors, da aufgrund der Pandemie-Vorgaben die Gemeinde nicht singen darf. Am Ende des festlichen Gottesdienstes gab es noch verschiedene Glückwünsche, Grußworte und Geschenke für Harald Bethäuser und Selma Zähringer.

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