Noch kurz vor Monatsende hatten die August-Niederschläge deutlich unter dem Normalwert gelegen, ehe am 30. August mit 35 Litern pro Quadratmeter und weiteren 18 Litern am 31. August der Sollwert dann doch übertroffen wurde. Am Ende lag der August mit 151 Litern pro Quadratmeter um 20 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt.

Das könnte Sie auch interessieren

Wie schon viele Vormonate, war auch der August wieder deutlich zu warm. An der Wetterstation auf dem Kussenhof lag die Mitteltemperatur bei 16,5 Grad. Gemessen an den Aufzeichnungen seit 1979 war der August somit um 2,3 Grad zu warm. Sechs Mal hintereinander hat der August nun den Normalwert überschritten – zuletzt 2014 erlebte Furtwangen einen kühlen August. Damit verschiebt sich natürlich auch der langjährige Durchschnittswert immer mehr nach oben: In den achtziger Jahren war der August im Mittel noch 13,4 Grad warm, im vergangenen Jahrzehnt kam er aber bereits auf 15,1 Grad.

Bild: Gora, Aldo

17 Grad in der wärmsten Nacht

Extreme Hitze gab es in den letzten Wochen zwar nicht; der 10. August war mit 29 Grad der wärmste Tag des Monats. Aber es war eine recht lang anhaltende Wärme: Während ein mittlerer August in Furtwangen nur auf fünf bis sechs Tage mit 25 Grad kommt, gab es 2020 davon zehn. Die wärmste Nacht des Sommers war jene auf den 21. August, als die Temperatur lediglich auf 17 Grad zurück ging.

Jahr liegt 2,3 Grad im Plus

Mit dem August ist nun nach Rechnung von Meteorologen bereits der Sommer zu Ende gegangen. Dieser war, gemessen am langjährigen Mittelwert, in Furtwangen um rund 1,4 Grad zu warm. Die Sonne lag im Dreimonatsmittel minimal über dem Durchschnitt, der Regen kam auf 84 Prozent des üblichen Wertes. Damit war der Sommer 2020 der sechste in Folge, der zu warm war. Und es war der dritte in Folge, der zu trocken war. Das Jahr 2020 war in der Summe bisher um 2,3 Grad zu warm, die Niederschläge liegen aktuell bei 91 Prozent des Sollwertes und die Sonne liegt bis dato um acht Prozent im Plus.

Das könnte Sie auch interessieren

Mit dem September hat nun der – im langjährigen Mittel – trockenste Monat des Jahres begonnen. Nach den Messungen liegt er im Schnitt bei 115 Litern pro Quadratmeter. Allerdings gab es auch schon einen September mit 305 Litern (2001); der trockenste lag bisher bei 42 Litern (1980). Der höchste Tageswert belief sich bisher auf 57 Liter pro Quadratmeter. Die Temperaturen gehen im Mittel auf 10,3 Grad zurück, bei bisherigen Monatswerten zwischen 13,6 Grad (2006) und 5,8 Grad (2001). Die Einzelwerte lagen zwischen 28,5 und minus 3,5 Grad.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €