Der Juli war in Furtwangen so trocken wie selten zuvor. Er war zudem deutlich zu warm und ausgesprochen sonnig. Damit setzte sich eine nunmehr 14 Monate währende Wärmperiode fort. Gerade 48 Liter Regen fielen an der Wetterstation auf dem Kussenhof im zurückliegenden Monat – das waren lediglich 34 Prozent des langjährigen Durchschnittswertes. Die größte Tagesmenge blieb mit knapp 14 Litern am 15. Juli ebenfalls sehr bescheiden.

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Nur einmal seit Beginn der Messungen im Jahr 1979 war der Juli noch trockener, nämlich im Jahr 2018 mit nur 31 Litern. Trockene Hochsommer traten in jüngster Zeit gehäuft auf: In den vergangenen sechs Jahren erreichte der Juli nur ein einziges Mal den langjährigen Mittelwert (das war 2017), in allen anderen Jahren war er deutlich zu regenarm.

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Besonders dramatisch für die Natur ist die Trockenheit deswegen, weil nicht nur der Juli kaum Regen brachte, sondern auch schon seit März alle Monate zu trocken waren. In den letzten fünf Monaten ist ein Regendefizit von rund 300 Litern pro Quadratmeter aufgelaufen. Oder anders gerechnet: Seit März fielen nur 56 Prozent der üblichen Niederschläge.

Deutlich über dem Normalwert lagen abermals die Temperaturen

Mit einem Monatsmittelwert von 16,4 Grad war es im Juli um 1,7 Grad zu warm. Damit verlängerte sich die inzwischen ununterbrochene Wärmeperiode auf 14 Monate; zuletzt war es im Mai 2019 zu kühl. Das Jahr 2020 liegt nach sieben Monaten um 2,3 Grad im Plus und ist im bisherigen Verlauf das wärmste seit Messbeginn in Furtwangen vor 41 Jahren.

Der sechste sehr warme Juli

Der vergangene Monat war zudem der sechste warme Juli in Folge. Zuletzt 2014 war der Juli knapp unter dem langjährigen Durchschnitt geblieben. Neue Rekordwerte blieben in den vergangenen Wochen trotzdem aus. Der 31. Juli war mit 30,5 Grad der wärmste Tag des Monats, was verglichen mit dem bisherigen Julirekord von 34 Grad noch sehr moderat war. Auch die wärmste Nacht blieb mit 14,5 Grad noch deutlich unter früheren Extremwerten.

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Wärmer war dann allerdings die Nacht zum 1. August, die mit 18,5 Grad die wärmste des bisherigen Sommers war. Die Höchsttemperaturen um den Monatswechsel passten in diesem Jahr übrigens exakt ins Bild der langjährigen Statistik, die die letzten Julitage und die ersten Augusttage als die wärmsten des Jahres ausweist.

August wird wohl schon wieder kühler

Auf Monatsbasis betrachtet ist der August im Mittel bereits wieder 0,6 Grad kühler als der Juli. Im Durchschnitt kommt er auf 14,2 Grad, wobei der wärmste bisher jener des Jahres 2003 mit 20,0 Grad war. Die Einzelwerte erreichten bisher bis zu 34 Grad (am 13. August 2003). 1985 hingegen sank das Thermometer in einer Nacht Ende August bereits wieder bis nahe an den Gefrierpunkt.

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Die Niederschläge sind im August mit 125 Litern pro Quadratmeter im Mittel geringer als im Monat zuvor – was in diesem Jahr nach der bisherigen Trockenheit freilich fatal wäre. Im Extremfall brachte der August bisher 309 Liter (2006), der trockenste war jener 1991 mit 19,1 Litern. Als Tagesspitzenwert im August wurde bisher ein Wert von 68 Litern registriert; August und September sind die einzigen Monate, die bisher nie die Marke von 70 Litern an einem Tag überschritten haben.

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