Oberes Bregtal – Das erzbischöfliche Ordinariat in Freiburg hat es gestern offiziell bekanntgegeben: Pfarrer Harald Bethäuser wird im November als neuer Leiter der Seelsorgeeinheit ins Bregtal kommen. Er wird Nachfolger von Pfarrer Paul Demmelmair, der zum 1. Juli sein Amt aus gesundheitlichen Gründen abgegeben hatte.

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Bis November ist Pfarrer Bethäuser allerdings noch in der Priesterausbildung der Erzdiözese engagiert, bevor er dann das Pfarrhaus in Furtwangen bezieht und damit seine erste Pfarrstelle antritt. Am 20. November beginnt offiziell sein Dienst in der Seelsorgeeinheit, die bis zu diesem Zeitpunkt kommissarisch von Pfarrer Martin Schäuble geleitet wird. Ab diesem Zeitpunkt werden dann Schäuble und Bethäuser gemeinsam die Seelsorgeeinheit leiten. Pfarrer Schäuble selbst hat vor, im Lauf des kommenden Jahres eine neue Stelle anzutreten und dann das Bregtal zu verlassen (wir berichteten).

Unterstützung bei der Firmung

Bereits vor seinem offiziellen Amtsantritt im November wird Bethäuser regelmäßig im Bregtal zu Gast sein. Nach ersten Gesprächen mit verschiedenen Gremien und Vertretern war er in der vergangenen Woche bereits in der Pfarrgemeinderatssitzung zu Gast und hat sich vorgestellt. Auch sonst werde er immer wieder zu verschiedenen Anlässen in den Pfarrgemeinden des oberen Bregtals zu Gast sein, kündigte der Geistliche an. Von besonderer Bedeutung ist seine Unterstützung bei der Firmung in der Seelsorgeeinheit. Denn er wird gemeinsam mit Martin Schäuble an drei Samstagen im September und Oktober insgesamt 117 Jugendliche firmen, nachdem der ursprüngliche Termin im Juli wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste.

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Harald Bethäuser stammt aus Großrinderfeld nordöstlich von Tauberbischofsheim. Nach dem Abitur leistete er den Grundwehrdienst ab, bevor er dann ins erzbischöfliche Priesterseminar in Freiburg, das Collegium Borromaeum, ging. Im Rahmen seiner Priesterausbildung folgten ein Praxissemester in einer Pfarrgemeinde in Karlsruhe sowie zwei Semester an der Universität München. Nach dem Abschluss des Studiums folgte die Vorbereitung auf das Priesteramt im Priesterseminar St. Peter, wo er dann im Dezember 2004 zum Diakon geweiht wurde. Prägend gewesen sei für ihn, so Bethäuser, das Diakonatsjahr in Mosbach. Hier konnte er sich ganz speziell der Arbeit mit Jugendlichen widmen und wichtige Akzente setzen.

Jugendarbeit sehr wichtig

Am 14. Mai 2006 wurde er im Freiburger Münster zum Priester geweiht und war anschließend kurze Zeit in der Seelsorgeeinheit „Junge Donau“ mit Pfohren, Aasen und Heidenhofen aktiv, bevor er dann für drei Jahre als Kaplan nach Mannheim Süd ging. 2009 wechselte er nach Freiburg. Hier bekam er eine halbe Stelle als Jugendpfarrer und eine halbe Stelle als Vikar in der Seelsorgeeinheit Freiburg Mitte, zu der auch das Münster gehört. Auch hier war für ihn die Jugendarbeit wieder sehr wichtig, unter anderem auch als geistlicher Leiter des BDKJ (Bund der deutschen katholischen Jugend).

Wunschberuf Seelsorger

2012 wurde er in den Bereich der Aus- und Weiterbildung der Priester berufen. Zum einen wurde er zum Rektor der Pastoralausbildung am Freiburger Priesterseminar berufen und zum anderen als bischöflicher Beauftragter für die Berufseinführung der Vikare während der ersten Jahre nach der Priesterweihe. Gerade bei der Betreuung der Vikare hat er viele Pfarrgemeinden und die Seelsorge dort kennengelernt. In dieser Zeit wuchs auch sein Wunsch, selbst einmal Pfarrer in der direkten Seelsorge zu sein. Und so bewarb er sich dann um die Stelle der Leitung in der Seelsorgeeinheit Bregtal. Vor wenigen Tagen fiel im Ordinariat die endgültige Entscheidung, dass Bethäuser die Seelsorgeeinheit Bregtal übernehmen wird. Er wird seinen Dienst in Furtwangen am Christkönigsfest, 20. November, aufnehmen.

Gottesdienst statt Marathon

Furtwangen und das Bregtal sind Pfarrer Bethäuser nicht unbekannt. So konnte er 2014 in der Piuskapelle ein Brautpaar trauen. Mit einer Jugendgruppe war er schon zu Gast auf dem Zeltplatz Stöcklewald in Rohrbach. Und nicht zuletzt hat er 2018 und 2019 als begeisterter Radsportler am Schwarzwald-Bike-Marathon teilgenommen. Auch dieses Jahr hatte er sich das Wochenende eingeplant. Nach der Absage des Marathons kommt er am 12. und 13. September nach Furtwangen und feiert die Sonntagsgottesdienste.

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