Wichtige Aufgaben bewältigt die Behinderten-, Sport- und Freizeitgruppe 1953 Furtwangen (BSFG). Dabei läuft seit 20 Jahren auch eine erfolgreiche Kooperation mit der Bregtalschule. Einigermaßen glücklich schrammt der Verein an Corona vorbei.

Auch Nicht-Mitglieder willkommen

Wer denkt, dass nur geistig oder körperlich beeinträchtigte Menschen Zugang zur BSFG haben, der täuscht sich. Übungsleiterin Dagmar Gronert und Vorsitzender Andy Scheffler weisen darauf hin, dass alle Kinder, Jugendlichen, Frauen und Männer unterschiedlichen Alters willkommen sind, um mitzumachen. Mitglied muss man nicht sein, man hofft aber auf Spenden, und die Teilnahmegebühren tragen die Krankenkassen, wenn ein Arzt ein entsprechendes Rezept ausstellt.

Therapeutisches Schwimmen

Neben Ball- und Bewegungsspielen für die Bregtalschul-Kinder wird besonders intensiv das therapeutisch wichtige Schwimmen praktiziert. Im tragenden Wasser sind Bewegungen leicht auszuüben, und dadurch reduziert sich auch die Angst vor dem nassen Element.

Situation für Kinder schwierig

Während der Corona-Krise seit März fielen mehrere Ferienzeiten an, somit beginnen erst jetzt wieder die Aktivitäten. Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen haben wenig Ausweichmöglichkeiten. Die Situation für die Kinder war schwierig, da sie die Angebote der BSFG nicht wahrnehmen konnten, wissen die Verantwortlichen. Die Forderung nach Einzelkabinen im Bad seien schwer zu bewältigen, da viel Betreuung der Beteiligten nötig sei.

Auch im Freizeitbereich war die Lage schwierig. Durch den Umbau der OHG-Sporthalle trat ein weiteres Hindernis auf.

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Fußballgruppe konnte sich weiter betätigen

Einigermaßen konnte sich die Fußballgruppe mit Spielen im Freien betätigen. Nach Aufwärmgymnastik und Sportspielen kommt das Kicken. Bei den erwachsenen Schwimmern gab es Skepsis und Verunsicherung.

Guter Kontakt im Vorstand

Bestens lief die Verständigung unter den Vorstandsmitgliedern, es erfolgten Überlegungen für Konzeptlösungen. Die Mitglieder wurden mit einem Rundbrief informiert. Ausflüge zum Europapark und nach Ötigheim entfielen. Wegen der Schwimmbadnutzung in Schönwald – die Halle ist für das Training gemietet – konnte man mit Sachbearbeiter Andreas Herdner coronagemäße Regelungen finden.

Immerhin entstanden keine Kosten

Da Hallen nicht genutzt wurden, entstanden keine Kosten. Die Entschädigung für Fachübungsleiter, zu denen Dagmar Gronert, Mathias Kühn und Kerstin Scherzinger gehören, wurde zur Hälfte vorgeschossen. Übungsleiter haben eine wichtige Funktion und müssen sich umfangreiches Wissen in einem eineinhalbjährigen Lehrgang aneignen, der mit Diplom abgeschlossen wird. Ferner sind alle drei Jahre Fortbildungskurse zu belegen, wo beispielsweise neue Hallenballspiele trainiert werden oder der aktuelle Umgang mit Sportgeräten im Wasser gezeigt wird.

Kombination aus Fußball und Tennis

Ein interessanter Sport ist beispielsweise das Fußballtennis, bei dem zwei Vierermannschaften gegeneinander antreten und über eine ein Meter hohe Leine spielen, um geschickt die höchste Punktzahl 21 zu erreichen, womit das Match beendet ist.

Die Teilnehmer sind derzeit zwischen 20 und über 70 Jahre alt. Hygiene, Gerätedesinfektion und Teilnehmerlisten haben obere Priorität und wer relevante Symptome zeigt, darf nicht am Sport teilnehmen. Die Führungsriege hofft, dass Corona bald besiegt wird und der Verein noch lange bestehen bleibt, damit Behinderte und Menschen ohne Handicap eine Anlaufstelle haben.

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