Leicht fiel die Entscheidung den Ortschaftsräten in Schönenbach nicht, aber sie sahen keine sinnvolle Perspektive: aufgrund der aktuellen Lage mit Corona hat der Ortschaftsrat einstimmig das Fest im Juli zum 800-jährigen Bestehen des Dorfes abgesagt. Man hofft, das Jubiläum mit einjähriger Verspätung 2022 feiern zu können. Ortsvorsteher Ralph Wehrle informierte zu Beginn der Sitzung, dass die Vorplanungen für das Dorffest gut laufen. Allerdings müsse man in der aktuellen Lage überlegen, ob man das Fest weiter planen soll. Unter anderem müsse man damit rechnen, dass man für das Fest ein komplettes Hygienekonzept erarbeiten muss.

Kosten vermeiden

Nicht ausgeschlossen, so die Meinung aus dem Ortschaftsrat, ist sogar die Möglichkeit, dass solche Veranstaltungen im Juli auch wieder verboten sein könnten. Ralph Wehrle sah auf jeden Fall Schwarz für den Juli. Marianne Fehrenbach machte deutlich, dass spätestens Ende des Monats Dinge wie die Musik, aber auch Bierwagen, Kühlcontainer oder Bühne abgesagt werden müssen, damit keine Kosten entstehen. Sie bedaure es sehr, doch sie plädiere für eine Verschiebung.

Viele Vorschriften würden den Spaß verderben

Daniel Armbruster machte deutlich, dass man zwar noch einen Monat mit der Entscheidung warten könne. Aber ob das sinnvoll ist? Arnold Hettich zeigte sich überzeugt, dass zumindest viele Vorschriften bei diesem Fest gelten würden, dann gehe auch der Spaß verloren. Nicht zuletzt, so wurde geäußert, plant man hier ein Fest für 400 bis 500 Besucher. Bei einem entsprechenden Hygienekonzept werde diese Zahl wohl mindestens auf die Hälfte reduziert, sodass sich der Aufwand nicht mehr lohne. So entschied sich der Ortschaftsrat, das Dorffest auf 2022 zu verschieben mit der Hoffnung, dass das Jubiläum dann ohne Probleme begangen werden kann.

Dorfchronik macht Fortschritte

In dem Zusammenhang berichtete Ralph Wehrle über die Dorfchronik. Die Arbeiten an der Chronik unter der Regie von Ludger Beckmann seien gut im Zeitplan. Es stehe aber auch noch viel Arbeit an. Vor allem müssen immer noch weitere Informationen von Firmen oder Höfen gesammelt werden. Regulär könnte die Chronik voraussichtlich bis zum Juli fertig werden. Es sei zu überlegen, so Ralph Wehrle, ob man die Chronik in diesem Jahr veröffentlicht oder erst zum nun verschobenen Jubiläum. Vor 800 Jahren, im Jahr 1221, wurde erstmals das Dorf Schönenbach in einem offiziellen Dokument erwähnt. Sconowe, wie Schönenbach in den ersten Dokumenten genannt wurde, wird urkundlich in einem Codex des Klosters Salem von 1221 erwähnt. Seine „capella“ (Kapelle oder Kirche) wird als Filialkirche der Pfarrgemeinde Herzogenweiler genannt.